Lohne/Hannover - Ein Spitzen-Gespräch über die Zukunft der rund 1200 Wiesenhof-Beschäftigten fand am Mittwoch in Hannover ohne Vertreter des Konzerns statt. Wiesenhof schlug die Einladung zum Gipfel im Wirtschaftsministerium mit Gewerkschaftern, Kommunalpolitikern, Vertretern der Agentur für Arbeit und Minister Olaf Lies (Sande, SPD) aus.
Während das Unternehmen auf NWZ -Nachfrage mitteilte, die entscheidenden Gespräche mit den Sozialpartnern direkt führen zu wollen, sagte ein Ministeriums-Sprecher, das Unternehmen habe lieber im „kleineren Kreis“ mit Lies sprechen wollen.
So wurde die Landesregierung von Mathias Brümmer, Geschäftsführer der Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) in Oldenburg, über die neuesten Entwicklungen am abgebrannten Geflügelschlachthof in Lohne (Vechta) informiert.
Für Irritationen sorgten NGG-Schilderungen, nach denen bereits rund 500 Stamm- und Werkvertragsarbeiter die Arbeit in Lohne am Dienstag wieder aufgenommen hätten. Bisher war seitens des Konzerns von 350 Stamm- und Werkvertragsbeschäftigten die Rede, die wieder beim Oldenburger Geflügelspezialisten arbeiteten. Diese Zahl bestätigte der Konzern am Mittwoch auf Nachfrage erneut.
„Das ist falsch“, sagt Brümmer. Gewerkschaftsnahe Kreise hätten die Belegschaft gezählt. „Die Lage ist widersprüchlich und unklar“, sagte ein Ministeriums-Sprecher.
