Bürgerfelde - Im Rücken der schwere Bus, der auf der engen Straße kaum überholen kann. Unter dem Radfahrer eine schmale Asphaltspur, die durch Wurzelwerk aufgesprungen ist. Und neben ihm zwei Gräben, die je nach Jahreszeit mit Schlamm oder Laub gefüllt sind. Der Weg mit dem Rad zum Einkaufszentrum Wechloy über den Johann-Justus-Weg ist für Heiko Eichbaum immer wieder erschreckend.
„Meine Frau und ich sind hier oft mit dem Fahrrad unterwegs. Der Fuß- und Radweg ist ein Trampelpfad von teilweise nur einem halben Meter, der aufgrund von Wurzeln und Pfützen eine Zumutung ist“, beschwert sich der 76-Jährige. Viele Radfahrer weichen daher auf die Fahrbahn aus. Diese sei aber teilweise so eng, dass sich entgegenkommende Busse beim Ausweichen zwischen den Bäumen festkeilen, erzählt der Bürgerfelder.
Da der Johann-Justus-Weg nicht nur Zufahrt zu Wohnhäusern und Einkaufszentrum ist, sondern auch zur Berufsschule, zu einem Gesundheitszentrum und zu verschiedenen Vereinen führt, handelt es sich um eine viel genutzte Straße. Besonders für Rollstuhlfahrer und Mütter mit Kinderwagen sei der Weg eine Herausforderung.
Daher fordert Heiko Eichbaum nun eine schnelle Umsetzung der Verkehrssicherheit auf dem Johann-Justus-Weg. Dazu hat er in der Nachbarschaft rund 200 Unterschriften gesammelt. „Ich brauchte nur den Namen der Straße nennen und die Menschen wussten, wovon ich spreche“, erzählt er. Dienstagnachmittag gab der 76-Jährige seine Unterschriftensammlung im Rathaus ab. Nun hofft er, dass sich die Politik um sein Anliegen kümmert. Auf eine „Luxussanierung“ wie in der Kaiserstraße könne man aber verzichten, sagt er.
