WILDESHAUSEN - „Sie war die gute Seele unseres Betriebes“, sagte Jens Appel, Leiter der TÜV-Station in Wildeshausen, am Freitag. Ein schöneres Lob kann es vom Chef an seine einzige Mitarbeiterin kaum geben. Nach 19 Jahren Verwaltungstätigkeit verabschiedete Appel seine Bürokraft Doris Bruns nun in den Vorruhestand.
Mit „fast immer nur netten Kunden“ hatte die 57-Jährige es im Laufe der Jahre im Büro des TÜV zu tun. Im Kreise der drei Kollegen sei sie zwar zwischendurch auch auf weniger freundliche Kunden gestoßen, was aber nur „sehr selten vorkam“.
Doch jetzt ist zunächst „ganz viel Sport dran – aber zwischendurch schaue ich immer mal hier vorbei“, so die Verwaltungsangestellte. Schließlich sei sie immer sehr gern zur Arbeit gekommen.
Über eine Annonce in der Zeitung war Doris Bruns seinerzeit zur TÜV-Station Wildeshausen gekommen. „Ich habe mich einfach darauf beworben, und es hat gleich geklappt“, erzählte sie zufrieden. Und Jens Appel wusste mit einem Augenzwinkern ebenfalls zu berichten: „Der TÜV war von Beginn an ihr Hobby.“
Was demnächst alles auf sie zukommt, weiß Doris Bruns noch nicht so genau. Viel Zeit für ihr Enkelkind möchte sie sich auf jeden Fall nehmen. Und reisen, das ist eine ihrer Leidenschaften. „Ich möchte viel rumkommen, mal sehen, was mein Mann dazu sagen wird,“ meinte die Wildeshauserin.
Zum Abschied vom TÜV hatte sich Jens Appel für seine Mitarbeiterin etwas Besonderes ausgedacht: Vor der Tür stand ein Autoschatz aus den „guten alten Zeiten“ für eine Spritztour bereit – ein schwarzer Citroen 11 CV aus dem Jahr 1950.
