Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Wirtschaft In Aldrup Agrarfrost investiert 20 Millionen

Wildeshausen/Aldrup - Die Firma Agrarfrost erweitert und modernisiert ihr Werk in Aldrup und investiert rund 20 Millionen Euro. Das teilte der Kartoffel-Tiefkühlspezialist am Donnerstag mit. Zuvor hatte die niedersächsische Ministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Barbara Otte-Kinast (CDU), das Unternehmen besucht und sich gemeinsam mit Parteikollegen sowie Wildeshausens Bürgermeister Jens Kuraschinski über die erste Bauphase der Werkserweiterung informiert. Sie machten sich auch ein Bild des Herstellungsprozesses – vom Kartoffelanbau bis zum fertigen Tiefkühlprodukt. Das Familienunternehmen erweitert auf 5000 Quadratmeter Fläche die Kartoffelannahme, -sortierung, -wäsche und -lagerung. Damit setzt die Firma nach eigenen Angaben bewusst ein Zeichen für den Standort Aldrup und Qualität „Made in Germany“.

Über Markt diskutiert

Der Besuch diente auch dem Austausch zur Wettbewerbssituation mittelständischer Familienunternehmen aufgrund neuer Herausforderungen und externer Einflüsse auf das zukünftige Marktgeschehen. Dazu sagte Firmeninhaber Eike Stöver: „Auch in der Politik müssen Rahmenbedingungen geschaffen werden, die unsere landwirtschaftlichen Produkte auf den deutschen, europäischen und internationalen Absatzmärkten weiter wettbewerbsfähig halten. Alle Marktteilnehmer sollten unter gleichen gesetzlichen Vorgaben und Regularien ihre Produkte erzeugen, produzieren und vermarkten können. Hier besteht auf vielen Gebieten, wie zum Beispiel in der Energiepolitik, beim Verbraucherschutz oder bei einheitlichen europäischen Dünge- und Pflanzenschutzverordnungen, die unsere Landwirte brauchen, bis hin zur Klärung von willkürlich auferlegten Strafzöllen beim Export von Kartoffelspezialitäten, zum Beispiel nach Südamerika, Handlungsbedarf.“

Die Ministerin hat sich laut Firmenangaben beeindruckt gezeigt von den modernen Produktionsstätten und der geplanten Standorterweiterung. Sie unterstütze die Belange der mittelständischen Unternehmen in Niedersachsen. Denn nur mit allen Marktbeteiligten und Institutionen einheitlich abgestimmte Rahmenbedingungen schafften einen nachhaltigen und umweltgerechten Kontext, in dem alle landwirtschaftlichen Produktionsbetriebe die gleichen Wettbewerbsbedingungen vorfinden.

200 Vertragslandwirte

Mit 800 Mitarbeitern an den Produktionsstandorten Aldrup und Oschersleben bei Magdeburg verarbeitet Agrarfrost jährlich circa 600 000 Tonnen Kartoffeln zu Kartoffelfertigerzeugnissen. Rund 200 Vertragslandwirte produzierten auf 8000 Hektar Kartoffeln für das Unternehmen. Von der Züchtung der Saatkartoffeln über die Aufzucht bis hin zur Herstellung der Produkte kommt bei Agrarfrost alles aus einer Hand. Das Gros der hergestellten Erzeugnisse entfällt auf tiefgekühlte Kartoffelprodukte, gefolgt von Kartoffelsnacks (Chips, Sticks) sowie Kartoffelflocken.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden
Mit Video
Nach der Sprengung inspizierten Midgard-Beschäftigte die Überreste der Verladebrücke.

KRANSPRENGUNG IN NORDENHAM Koloss aus Stahl fällt in 15 Sekunden zusammen

Norbert Hartfil
Nordenham
Wo ist der Obdachlose hin? Kurz vor der Einmündung des Heidkamper Wegs in die Metjendorfer Straße in Neusüdende hatte sich der Mann mehrere Monate aufgehalten.

MANN WIRD MEDIZINISCH BETREUT Polizei und Landkreis räumen Obdachlosen-Schlafplatz in Neusüdende

Frank Jacob
Neusüdende
Analyse
Am Sonntag, 26. Juni,  war in Thüringen über Landräte, Oberbürgermeister, Bürgermeister sowie über Kreistage, Stadt- und Gemeinderäte abgestimmt worden. Nun stehen Stichwahlen vor der Tür.

STICHWAHLEN IN THÜRINGENS KOMMUNEN IM JUNI „AfD neben der CDU sozusagen die Volkspartei“

Mey Dudin Büro Berlin
Nach einer Fahrt unter Cannabiseinfluss ist der Führerschein weg. Durch das Cannabisgesetz ändern sich aber nicht nur die Blutwerte, ab denen die Fahrerlaubnis entzogen wird, sondern auch, wie man sie zurückbekommt. Der Fachdienst Straßenverkehr des Landkreises Wesermarsch erklärt, warum Kiffer nicht mehr zur MPU müssen (Symbolbild).

FÜHRERSCHEINENTZUG NACH CANNABISKONSUM Kiffer müssen nicht mehr zwingend einen „Idiotentest“ ablegen

Tim Rosenau
Brake