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Kleintierzucht In Wildeshausen Er zeigt seine Kaninchen ein letztes Mal

Wildeshausen/Altona - Schon jetzt sind viele Käfige frei, Ende des Jahres wird der Stall wohl leer sein. Gerd Harms gibt die Kaninchenzucht auf. Nun hat der Vorsitzende des Alaska- und Havanna-Clubs Wildeshausen die Schau wesentlich organisiert, an der er zum letzten Mal aktiv teilnehmen wird: die 42. Wildeshauser-Geest-Schau in Kombination mit der 31. überregionalen Clubvergleichsschau der Alaska- und Havanna-Züchter Deutschlands am Wochenende, 19. und 20. Oktober.

Fast 50 Jahre Erfahrung

Der 80-Jährige bringt viel Erfahrung mit. Bereits seit 1971 züchtet er, ist seit der Gründung des Kleintierzüchtervereins Düngstrup und Umgebung 1973 dabei und war lange der Vorsitzende. Seine Fachkenntnis zeigt sich, wenn er erklärt: Der Kopf des kastanienbraunen Lothringers, eines seiner nur noch elf Kaninchen, „soll spitz zulaufen“. Es habe Merkmale eines Wildkaninchens, weiß Harms, mit vorstehenden Augen und eng anliegendes Ohren. Der Weser-Ems-Verband sei einer der ersten gewesen, der die Lothringer hatte. „Damals waren sie noch Neuzüchtungen“, erzählt Harms und zeigt zum Vergleich sein schwarzes Alaska-Kaninchen.

Der Kaninchenzüchter war auf allen großen Schauen in Deutschland unterwegs, in Hessen, Württemberg, im Rheinland. Sogar an der Bundesvergleichsschau habe er teilgenommen und an der Clubvergleichsschau im Saarland im vergangenen Jahr. Diese große Schau findet alle zwei Jahre statt, nun wird sie zum zweiten Mal von den Wildeshausern organisiert.

Beim ersten Mal noch in der Widukindhalle veranstaltet, ist in diesem Jahr die Scheune von Gut Altona der Schauplatz: „Hotel, Scheune, Restaurant, da ist alles auf 200 Metern komprimiert“, freut sich Harms über die tolle Lokalität. So sei es praktisch für alle anreisenden Züchter; auch die Autobahnanbindung sei optimal. Besonders freue ihn auch die gute Zusammenarbeit mit dem Hotel Gut Altona. Bei der Organisation maßgeblich unterstützt wurde er von seiner Tochter, erzählt Harms.

Zur Schau erwartet der Club 380 Tiere und etwa 80 Züchter. „Das sind 30 Prozent weniger Tiere als noch vor zehn Jahren“, so Harms. Auch bei der Kleintierzucht sei, wie in vielen Vereinen, der fehlende Nachwuchs ein Problem. Es gebe generell zu wenig Mitglieder. Durch Ausstellungen wie diese können die kleinen Vereine sich der Öffentlichkeit präsentieren, auf ihre Arbeit aufmerksam machen und vielleicht den einen oder anderen dafür begeistern – so die Hoffnung.


Samstag Eröffnungsfeier

Nach der Schau ist Schluss: Mit der Zucht hört Gerd Harms auf; im Verein bleibt er allerdings. Auf die Zeit „im Ruhestand“ freut er sich vor allem, weil er bei den Schauen auch mal mehr Zeit zum „Schnacken und Klönen“ haben wird; denn dazu komme er als Züchter nicht.

Geöffnet ist die Schau in der Scheune auf Gut Altona, Wildeshauser Straße 34 in Altona, von 9 bis 17 Uhr am Samstag, von 9 bis 14 Uhr am Sonntag. Neben einer Show-Eröffnungsfeier am Samstag um 11 Uhr werden Caféteria, Tombola und Musik geboten. Der Eintritt kostet zwei Euro, bis 16 Jahre ist er frei.

Jana Budde
Jana Budde Redaktion Wildeshausen
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