WILDESHAUSEN/ALTONA - Kapitale Fänge, gelungene Hege- und Pflegemaßnahmen sowie Informationen rund um die Fischerei standen am Freitagabend auf Gut Altona im Mittelpunkt der traditionellen Mitgliederversammlung des Fischereivereins Wildeshausen im Frühjahr. Vorsitzender Alfred Finke freute sich, rund 100 Vereinsmitglieder zum informativen Abend begrüßen zu können. Im Mittelpunkt standen der Bericht der Gewässerwarte und Ehrungen langjähriger Mitglieder.

Die Liste der zu Ehrenden war lang. 84 Fischer hatte der Vorstand zur Ehrung eingeladen. Rund die Hälfte davon kam zur Mitgliederversammlung. Der Großteil davon wurde für 25-jährige Vereinsmitgliedschaft ausgezeichnet. Aber es gab auch eine stattliche Anzahl von Fischern, die schon seit 50 Jahren regelmäßig zum Angeln gehen. Dazu gehören Kurt Giller, Walter Gossel, Fritz Oehler, Konrad Bülke und Alfred Pölking. Geehrt wurden aber auch drei Damen. Helga Keller, Ilse Zubel und Tanja Kreidel sind bereit 15 Jahre aktive Mitglieder im Fischereiverein Wildeshausen. Sie erhielten einen Blumenstrauß als Anerkennung.

Zuvor aber wartete der Vorstand mit imposanten Zahlen und Fakten auf. Im vereinseigenen Bruthaus gelang es, den Laich von Lachs, Meer- und Bachforelle erfolgreich zu bebrüten. Am Ende konnten so 12 000 junge Lachse, 40 000 Meerforellen und 6500 Bachforellen in den Vereinsgewässern ausgesetzt werden. Dies wertete der Vorstand als ein super Ergebnis. Selbst jahrelang existierende professionelle Brutanlagen lägen da nicht höher.

Mehr Aufschluss über das Wanderverhalten von Lachs und Meerforelle soll das so genannte Elektro-Fischen bringen. Elf Lachse und 15 Meerforellen wurden zu diesem Zweck 2008 gefangen, vermessen, markiert und wieder ausgesetzt. In diesem Jahr hofft man, die Tiere wieder zu fangen und anhand des eingepflanzten Mikro-Chips wiedererkennen zu können.

Berichtet wurde auch von der Huntelauf-Verlängerung im Altarm Aschenbeck. Außerdem stand der Umbau der Stauanlage in Pestrup mit einer Sohlgleite im Mittelpunkt, wie auch das Einbringen von Tannenbäumen als Laichhilfe und Schutz gegen Kormorane. Erwähnt wurde auch der Kiesbettbau in der Aue und im Altonaer Mühlbach als Laichhilfe, ferner wurden Fotos von kapitalen Fängen gezeigt.