WILDESHAUSEN - Die Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie brauchen dringend Fachkräfte. Nach Meinung der Arbeitgeber fängt die Berufsorientierung viel zu spät an. Sie fordern, den Nachwuchs bereits in der Schule an Technik und Naturwissenschaften heranzuführen. Als „Paradebeispiel für anwendungsbezogene Ausbildung“ gelten seit längerem die Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen. Der Geschäftsführer der Verbandsgruppe Nord-West-Metall Oldenburg, Jürgen Lehmann, machte deshalb am Donnerstag nicht nur viele Komplimente, sondern überreichte auch einen Scheck in Höhe von 5200 Euro an das BBS-Projektteam Energiemanagement.

Mit dem Geld wird das herausragende Engagement der Lehrer und Schüler gewürdigt, die sich an den BBS seit Jahren höchst innovativ mit Energieeinsparung und -gewinnung beschäftigen und sich bereits seit 2001 einen Namen mit ihrem Solarprojekt gemacht haben. Als neue Herausforderung kommt jetzt – auch im Rahmen der europäischen Initiative „Youth for Innovation“ – die Arbeit mit Blockheizkraftwerken (BHKW) hinzu, die als sehr effektive Energiespender gelten. Bis zum Start des neuen Schuljahres soll für 10 000 Euro ein BHKW angeschafft werden, mit dem die BBS-Schüler praktische Erfahrungen im Unterricht sammeln können. Dafür ist die Spende von Nord-West-Metall ein ordentlicher Grundstock. Auch das neue Fachgymnasium wird mit einem Blockheizkraftwerk ausgerüstet, bei dem die BBS-Energieexperten ihr erworbenes Wissen dann bestens umsetzen können.

Auch der Leiter des Regionalen Umwelt Zentrums (RUZ) Hosüne, Detmar Wolff, sparte bei der Scheckübergabe nicht mit Komplimenten: „Von den Projekten der BBS gehen Impulse für die ganze Region aus“, lobte er.