WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN - Schon um 7.30 Uhr fängt der Tag für Kevin Köcke und Dennis Sperling an. Dann beginnt nämlich ihr Praktikum bei Landmaschinen Schröder in Wildeshausen. Acht Stunden täglich lernen sie dort den Alltag in der Werkstatt kennen.
„Zusammen mit meinem Betreuer habe ich schon eine Zapfwellenkupplung abmontiert, einige Teile ersetzt und anschließend wieder eingebaut. Außerdem habe ich bei der Inspektion einer Zugmaschine geholfen“, sagt Kevin Köcke. Der 14-Jährige von der Hauptschule Wildeshausen macht sein Praktikum als Landmaschinenschlosser und würde diesen Beruf auch später gerne ausüben.
Sein Mitschüler Dennis Sperling arbeitet in der Lackiererei: „Gerade habe ich geholfen, einen gebrauchten Mähdrescher abzukleben. Der wird dann neu lackiert und weiterverkauft.“ Auch er kann sich vorstellen, später in diesem Beruf zu arbeiten. Besser gefallen habe ihm aber der Betriebs- und Praxistag bei einem Reifenmonteur. Beide Hauptschüler mögen vor allem, dass sie mit den Händen arbeiten können und dass es auch für sie als Praktikanten immer etwas zu tun gibt.
Drei dieser Betriebs- und Praxistage, auch Schnuppertage genannt, fanden in diesem Schuljahr statt. Sie dienen als Vorbereitung auf das eigentliche Praktikum. Über die einzelnen Berufe konnten sich die Schüler im Vorfeld bei einem Besuch des Berufs- und Informationszentrums der Bundesagentur für Arbeit in Oldenburg informieren.
In der neunten und zehnten Klasse werden noch zwei weitere, zweiwöchige Praktika folgen. Sie dienen dazu, Berufe kennen zu lernen, aber auch Erfahrungen im Umgang mit Arbeitskollegen, Vorgesetzten und Kunden zu sammeln. Viele werden dadurch animiert, an ihren Fähigkeiten und schulischen Leistungen zu arbeiten.
Neben den Praktika bereiten die Klassen- und Fachlehrer im Fach Arbeit-Wirtschaft die Schüler noch weiter auf den Berufseinstieg vor: Mit der Unterstützung von Krankenkassen und Partnerbetrieben werden Vorstellungsgespräche geprobt und Bewerbungsschreiben aufgesetzt. „Ohne diese Partnerbetriebe wäre unsere Arbeit sehr viel schwerer. Deswegen gilt ihnen besonderer Dank.“, so der Hauptschullehrer Bernard Werner, der in diesem Jahr einige der Praktikanten betreut.
