WILDESHAUSEN - Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kreislandvolkverband Oldenburg. Der Wettbewerb fand gestern zeitgleich bundesweit statt.
von Matthias Eichler
WILDESHAUSEN - Von Nervosität ist bei Tobias Arndt (Winkelsett) und Thomas Siemer (Ahlhorn) nichts zu sehen. Dabei wird es für die beiden gleich ernst: Beim Berufswettbewerb für die Leistungsgruppe Landwirtschaft I steht ihre letzte Station auf dem Plan. In 45 Minuten müssen sie einen Feldmesszirkel aus Holz herstellen. „Kein Problem“, geben sich die beiden Auszubildenden zum Landwirt zuversichtlich, „mit Holz sollte man eigentlich umgehen können.“Die praktische Übung ist Teil eines dreistufigen Programms, dass rund 41 Teilnehmer an der Landwirtschaftlichen Berufsschule in Wildeshausen absolvieren. Berufstheoretische Fragen und Rechnen, eine Präsentation und eben die Praxisübung müssen von den Jugendlichen bis 25 Jahre bewältigt werden. Berwertet wird die Leistung von zehn Landwirtschaftsmeistern. „Der Wettbewerb findet heute zeitgleich bundesweit statt“, sagt stellvertretender Kreislandvolkverbandsvorsitzender Jürgen Logemann. Allein in Niedersachsen beteiligen sich 1200 Jugendliche aus Berufsgrundbildungsjahr sowie dem ersten und zweiten Ausbildungsjahr an dem Wettbewerb. „Für die Auszubildenden ist es eine gute Chance, ihren Kenntnisstand zu überprüfen und eine Prüfungssituation kennen zu lernen“, so Logemann.
Und auch für die Initiatoren (siehe Infokasten) ergebe sich eine gute Möglichkeit, „frühzeitig die Spreu vom Weizen trennen zu können“. Denn der Beruf des Landwirtes stelle immer mehr Anforderungen, sagt Logemann, der seit rund 25 Jahren den Berufswettbewerb mit ausrichtet. „Landwirte müssen heute mehr können als nur einen Acker zu bestellen und Kühe zu melken“, sagt er. Die Bedienung von speziellen Computerprogrammen gehöre ebenso dazu wie die Berechnung der Futtermenge.
Für Tobias und Thomas offenbar kein Problem. „Einige Fragen waren schon sehr knifflig“, gibt der 17-Jährige Winkelsetter zu. „Aber es hat sogar Spaß gemacht“, fügt Thomas (16) hinzu. „Und das ist ja auch das, was wir mit dem Wettbewerb in erster Linie erreichen wollen“, sagt Mitorganisator Logemann. „Die Azubis sollen Spaß haben und Leute in den gleichen Lebenszusammenhängen kennen lernen.“
Wettbewerb findet alle zwei Jahre statt
