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Bahnhof In Wildeshausen Haltestelle jetzt schwarz auf weiß

Wildeshausen - Wer mit dem Zug in den Bahnhof einfährt, dürfte neuerdings recht schnell feststellen, wo er oder sie sich befindet: in Wildeshausen. „Jetzt haben es alle Fahrgäste der Nordwest-Bahn schwarz auf weiß“, freut sich Frank Stöver.

Mit Pinsel und Farbe

Für den Eigentümer des Bahnhofsgebäudes sei es eine schöne Überraschung gewesen, berichtet er. Vergangene Woche Dienstag habe er in seinem Kiosk „Stövchen“, der sich auf Seite der Gleise befindet, Platz genommen. „Ich schaue aus dem Fenster und sehe den Schriftzug.“ In zwei Stuckrahmen ist jeweils „Wildeshausen“ zu lesen.

„Die Anregung kam aus der Bevölkerung“, erklärt Michael Müller von der Wildeshauser Stadtverwaltung, die in Absprache mit Stöver die Verschönerung der Hauswand auf den Weg gebracht hat. Eine Anregung hatte vor gut zwei Jahren auch Stefan Iken gegeben. Der Chef der Wildeshauser Mediengestaltungsfirma Team Iken trank einen Kaffee im Bahnhof. So oder so ähnlich sei es gewesen, erinnert sich Iken. „Du hast nun so viel Liebe und Leidenschaft in deinen Bahnhof gesteckt“, habe er zu Stöver gesagt – warum dann nicht auch die passenden Schriftzüge an die Wand bringen? Er fand, dass es auf der Gleisseite noch Potenzial zur Verbesserung gab. „Die Stirnseite entsprach nicht mehr einem Bahnhof. Dort hing ein Schild, das stilmäßig überhaupt nicht zum Gebäude passte“, fand der Werbefachmann. Eine Anfrage von der Stadt folgte: Dass sich „Team Iken“ einmal Gedanken machen möge über einen neuen Schriftzug. „Es musste eine Schrift gefunden werden, die zum Bahnhof passt.“ Iken und sein Team wurden fündig. „Die Methode der Beschriftung entsprach dem Entstehungsjahr“, weiß Iken weiter zu berichten – das Bahnhofsgebäude wurde 1898 fertiggestellt. Heutzutage würden Schriftzüge aufgeklebt oder dran geschraubt. „Wir haben die Schriftzüge mit Farbeimer und Pinsel angebracht.“

Sowohl Iken als auch Müller meinen, dass das Gebäude durch Schriftzug und Uhr noch schöner aussieht. Zur Erinnerung: Nach Anregung der UWG-Fraktion im Stadtrat war vor gut einem Jahr am Bahnhofsgebäude eine neue Uhr montiert worden. Die UWG hatte ebenso die neuen Schriftzüge angeregt.

2011 übernommen

Der Wildeshauser Bahnhof war – nach zweijähriger Bauzeit – 1898 in Betrieb genommen worden. Bis Mitte des 20. Jahrhunderts nahm der Personenverkehr stetig zu. Mit dem Bau der Autobahn 1 (Hansalinie) und dem steigenden Autoverkehr war die Bahn nicht mehr das Hauptverkehrsmittel. In den 1980er-Jahren wollte die Deutsche Bundesbahn die Strecke für den Personenverkehr einstellen. Es folgte ein politischer Kampf um den Erhalt der Wildeshauser Bahn in den 1980er- und 1990er-Jahren. Seit den 2000-er Jahren fährt die Nordwest-Bahn auf der Strecke Osnabrück-Delmenhorst und hält damit auch in Wildeshausen. 2011 übernahm Frank Stöver das Bahnhofsgebäude von der Stadt und sanierte es von Grund auf.

Verena Sieling
Verena Sieling Redaktion Wildeshausen
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