WILDESHAUSEN - Das Tohuwabohu um den Abriss der alten Sporthalle scheint vergessen: Wir haben ohnehin einen Puffer von zwei Monaten eingebaut, sagt Heiner Köster. Der Architekt sowie Wildeshausens Bürgermeister Dr. Kian Shahidi zeigen sich überzeugt, dass der Zeitplan eingehalten wird. Am 1. September kommenden Jahres, pünktlich zum Schuljahresbeginn, soll die neue Sporthalle an der St.-Peter-Straße in Betrieb genommen werden. Mehr als 400 Kinder der Grundschulen St.-Peter und Holbeinschule sowie viele Vereinssportler hätten dann wieder adäquate Trainingsbedingungen.
Shahidi, Köster sowie die beiden Konrektorinnen Ingrid Lutze (St.-Peter-Schule) und Anja Lösch (Holbeinschule) griffen am Mittwoch beherzt zum Spaten, um dem Baubeginn den nötigen Schwung zu verleihen. Die Firma Scheele, am Mittwoch vertreten von den Mitarbeitern Frank Herpertz und Stephan Kerstens, hatte den Grund bestens vorbereitet. Hier bewegt sich etwas, meinte der Bürgermeister. Auch der Kostenrahmen für die neue Zweifeld-Halle in Höhe von 1,8 Millionen Euro werde eingehalten, versprach er.
Geplant wurde die 30 mal 36 Meter große Sporthalle von der Kommunalen Sporthallen-GmbH (KSG) aus Hürth. Die Erdarbeiten sollen bis Ende nächster Woche dauern, erläuterte Bauleiter Köster. Anschließend werden die Leitungen für die Grundversorgung gelegt. In der 45. Kalenderwoche soll die Sohlplatte gegossen werden. Dann bin ich wieder ruhiger, meinte der Architekt. Den Rohbau fertige die Firma Albert Schlarmann aus Lohne. Macht der Winter den Handwerkern keinen Strich durch die Rechnung, könne bereits im Januar Richtfest gefeiert werden. Köster: Die Holzbinder sind bestellt.
Wir sind froh und dankbar für die Halle, sagte Konrektorin Lutze. Derzeit absolvieren die Schülerinnen und Schüler der Holbeinschule und der St.-Peter-Schule ihren Sportunterricht in den Turnhallen der Hunteschule und der Realschule. Die Realschüler sind dafür in die Wallschul-Halle gegangen, lobte Anja Lösch die Kooperationsbereitschaft. Die neue Halle biete vielfältige Möglichkeiten.
Shahidi kündigte an, dass die Stadt Schadensersatzansprüche gegen die Firma NAG aus Bad Bederkesa, die die Baustelle am 18. August verlassen hat, geltend machen werde. Dazu sei die Anwaltskanzlei Dr. Martina Karoff / Anja Möhring (Hannover) beauftragt worden. NAG haftet aus Sicht der Stadt für die entstandenen Mehrkosten. Die Firma Scheele entsorgte später den giftigen Bauschutt.
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