WILDESHAUSEN - Angeblich zeigen Investoren Interesse an dem Gelände. Rita Hilgartner wünscht sich Begegnungen von Jung und Alt.

Von Stefan Idel

WILDESHAUSEN - Die Mitglieder des Wildeshauser Seniorenbeirates zeigten sich empört: „Wir wollen, dass diese Grünfläche für das Kreisaltenheim und seine Anlieger erhalten bleibt“, betonte Beiratsvorsitzende Rita Hilgartner. Gemeint ist das etwa ein Hektar große Gelände zwischen Heidloge, Raiffeisenstraße und Kreisaltenheim. Früher wurde hier Landwirtschaft betrieben. Inzwischen ist der Landkreis Oldenburg Besitzer der Fläche. Der Seniorenbeirat warnt eindringlich vor einer Bebauung.

Das 20-köpfige Gremium traf sich gestern mit dem Geschäftsführer des Bezirksverbandes, Karl-Heinz Meyer, Kreisaltenheimleiter Andreas Dinkelmann sowie der städtischen Sozialarbeiterin Linda Vietor, um sich über den Stand der Planungen zu informieren. Der Bezirksverband Oldenburg ist Träger des Kreisaltenheims. „Unser Einfluss auf den Kreis ist begrenzt“, erklärte Meyer. Gleichwohl sagte er zu, im Interesse der Bewohner das Gespräch zu suchen.

Hilgartner wies auf die soziale Funktion der Fläche hin: „Hier könnte ein Bürgerpark für Alt und Jung entstehen.“ Das Kreisaltenheim könnte seinen Bauerngarten erweitern. Zudem böte sich die Fläche als „Spielraum“ für den benachbarten Kindergarten „Sternschnuppe“ an. Die Delfin- und die Eisbären-Gruppen mit ihren Erzieherinnen Katrin Wisotzka-Binke, Martina Seeger, Margret Häring, Sarah Bramlage und Melanie Münkenwarf zeigten sich gestern bereits sehr angetan vom Gelände. „Liebe Sonne, schau doch mal runter“, sangen die Kinder mit lauter Stimme. Der Seniorenbeirat will nun den Kreistag anschreiben und auf einen Erhalt des Grünstreifens drängen. Hilgartner: „Wir werden für einen Park kämpfen.“

Landrat Frank Eger bestätigte auf Anfrage, dass es ein großes Interesse von Investoren an der Fläche gebe. Noch sei aber nicht über den Verkauf entschieden worden. Es gehe nicht allein ums Geld. „Wir brauchen ein schlüssiges Konzept, das der Entwicklung der Kreisstadt dient.“ Den Bau eines Parks hält Eger „aus fiskalischen Gründen“ für „eher zweifelhaft“.