WILDESHAUSEN - 20 Experten standen den Schülerinnen und Schülern zur Verfügung. Sie stellten konkret ihre Tätigkeit vor.

Von Frank Jacob

WILDESHAUSEN - Die Arbeitswelt befindet sich seit einigen Jahren in einem Wandlungsprozess. Befristete Arbeitsverhältnisse, die Zunahme von Projektarbeit und die Notwendigkeit von hoher Flexibilität dominieren das Bild. Erlernte man früher einen Beruf, den man ein Leben lang ausübte, so nimmt der Mensch heutzutage während seines Arbeitslebens oft viele verschiedene Tätigkeiten wahr.

Diese Entwicklung bestätigte sich auch beim Berufsinformationstag, den das Gymnasium Wildeshausen gemeinsam mit dem Rotary Club am vergangenen Freitag veranstaltete. Die Schülerinnen und Schüler konnten zwischen Informationen aus 20 verschiedenen Berufsfeldern wählen, die von Referenten vorgestellt wurden.

„Das gibt einen guten Einblick in Berufe, die man noch nicht kennt“, meinte Zehntklässlerin Marieke Pfänder, die den Informationstag gemeinsam mit drei Freundinnen besuchte. Sie interessierte sich besonders für die Arbeit der Polizei, die Aufgaben einer Psychologin und das Berufsfeld Grafik/Design. Ihre Freundin Andrea Olberding war indes von mathematischen und physikalischen Tätigkeiten angetan.

Schulleiter Ralf Schirakowski sah es als ein „großes Thema“ an, die Schüler auf das Leben nach der Schule vorzubereiten: „Wir sind nicht nur verpflichtet, Sie auf die Berufswelt vorzubereiten, sondern haben auch das Bedürfnis, Sie auf den Weg zu bringen.“ Neben Berufspraktika und Bewerbungstrainings steht der zum zweiten Mal veranstaltete Berufsinformationstag in der Reihe dieser vorbereitenden Maßnahmen.


Der Präsident des Rotary Clubs Wildeshausen, Dr. Reinhard Gehring, unterstrich, wie wichtig es sei, aus der grauen Masse hervorzutreten. Er machte die Schüler zudem darauf aufmerksam, dass es keinen geradlinigen Berufsweg mehr gebe.

Organisiert hatten den Informationstag Wolfgang Ohlrogge und Carsten Thienemann, die bei der Auswahl der Berufsfelder auf eine Schülerbefragung zurückgegriffen hatten. Damit die Schülerinnen und Schüler sich über mehrere Berufe informieren konnten, wurden drei Durchgänge angeboten.

NWZ -Chefin vom Dienst Gaby Schneider-Schelling zum Beispiel stellte die Arbeit des Journalisten vor, OLB-Direktor Rainer Grewing das Fach Betriebswirtschaft, EADS-Ingenieur Hans-Georg Kolloge berichtete über das Ingenieurwesen in der Raumfahrt, und Architekt Jörg Skrzippek skizzierte das Aufgabenspektrum seines Berufs.

Dass die Schule auf hoch kompetente und engagierte Referenten, so Schirakowski, zurückgreifen konnte, bewertete der Schulleiter als großen Vorteil: „Wir begegnen hier Männern und Frauen, die Konkretes mitbringen können aus dem Berufsleben.“