WILDESHAUSEN - Es werden zahlreiche Produkte verkauft und Dienstleistungen angeboten. Die Gäste drücken die Daumen.
von karsten bandlow
WILDESHAUSEN - „Die Schüler lernen, dass theoretisches Wissen etwas mit dem wirklichen Leben zu tun hat.“ Der Pädagoge Ralf Röhl ist von der Idee überzeugt, und die bisherigen Ergebnisse geben ihm Recht. Die Schülerfirmen der zweijährigen Berufsfachschule Wirtschaft an den Berufsbildenden Schulen (BBS) des Landkreises Oldenburg in Wildeshausen schreiben weiter an ihrer Erfolgsgeschichte. Gestern gingen wieder zwei Klassen mit der BBS Power AG und der BBS Service GmbH offiziell an den Start ins reale Geschäftsleben.An der feierlichen Gründungsfeier im Foyer der BBS nahmen zahlreiche Gäste aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung sowie Mitschüler, Eltern und Lehrer teil. Ihnen wurden von den Geschäftsführern und Mitarbeitern der beiden Unternehmen die Geschäftsideen und Produkte vorgestellt. Die an den Firmen beteiligten 49 Schülerinnen und Schüler des zweiten Jahrgangs der Fachschule Wirtschaft stellen in Kooperation mit anderen BBS-Klassen nicht nur alles Mögliche her und bieten die verschiedensten Dienstleistungen an, sie vermarkten sich auch völlig selbstständig. Von der Idee über den Businessplan bis hin zum Verkauf wird alles in die eigenen Hände genommen. Produktion, Einkauf, Rechnungswesen oder Marketing werden dabei unter realen Bedingungen trainiert.
Auf die Bedeutung dieses außergewöhnlichen Bildungsweges wies Landrat Frank Eger als Vertreter des Schulträgers in seinem Grußwort hin. Von der Leistungsbereitschaft der Schülerinnen und Schüler schon während der Ausbildung profitierten letztlich auch die Betriebe im Landkreis, lobte er.
Wildeshausens Bürgermeister Franz Duin versicherte den Jungunternehmern die volle Unterstützung der Stadt: „Wir werden gerne Aktionäre der beiden Gesellschaften und drücken ganz fest die Daumen für den Erfolg.“
Mit Rat und Tat dabei sein wollen auch weiterhin die Aufsichtsräte und Sponsoren Rainer Grewing (OLB), Hans-Werner Aschoff (Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Landkreises Oldenburg, WLO) und Stefan Schlierbach (LzO), die das BBS-Projekt seit Jahren begleiten. Grewing lobte die Aktivitäten als „besten Weg zum Lernen“ und gab den Schüler-Unternehmern das Sprichwort mit auf den Weg: „Nur wer weiß, wohin er will, findet seinen Weg.“
