WILDESHAUSEN - Große Dampfwolken steigen aus der Bügelmaschine auf, weiter vorn schleudert eine riesige Waschmaschine vor sich hin. Hemden und Kittel schweben an Kleiderhaken durch die Hallen und mittendrin knallt eine Faltmaschine die Hemden in ein fertiges Schrankformat.

„So groß habe ich mir das gar nicht vorgestellt“, staunt Gertrud Siebler, die zusammen mit anderen Bewohnern des Kreisaltenheims Wildeshausen die Wäscherei Leibscher besichtigt. 40 Tonnen Wäsche werden dort täglich gewaschen, auch die des Kreisaltenheims. „Wir wollten mal sehen, welche Wege unsere Kleidung hier geht“, erklärt Holger Fichtner, Seniorensprecher des Kreisaltenheims die Besichtigung. „Außerdem wollten wir natürlich wissen, wie mit unserer Wäsche umgegangen wird. Vielleicht sehen wir ja ein Kleidungsstück wieder“, scherzt er. Begeistert waren die Senioren von der Schnelligkeit, mit der die Maschinen die früher schwere Arbeit des Waschens mühelos verrichten. Vorsortiert wird jedoch noch von Hand. „Verloren geht da nichts, die Kleidungsstücke aus dem Altenheim tragen einen Pincode, den wir bei Eingang der Sachen ablesen“, erklärt Frank Leibscher, ehemaliger Leiter der Wäscherei. „Ich bin nicht gekommen, um die Leute hier zu

kontrollieren, sondern aus Neugierde. Ich wollte mal sehen, wie meine Wäsche hier so schnell gemacht wird“, verrät Gertrud Siebler. „Ich bin sehr zufrieden“, fasst sie ihre Eindrücke zusammen. Ein eigenes Wäschestück hat während der Besichtigung übrigens keiner wiedergetroffen.