WILDESHAUSEN - „So soll es weitergehen. Wir bleiben am Ball“, versprach Martina Asche, Leiterin des Seniorenzentrums „Atrium am Wall“ in Wildeshausen. Das Haus hat bei der diesjährigen Qualitätsprüfung mit dem rechnerischen Gesamtergebnis von 1,4 abgeschnitten. Asche bedankte sich am Mittwoch bei Pflegedienstleiterin Gisela Bruns und allen 32 Mitarbeitern, darunter auch Hausmeister Edmund Stefko, für ihr großes Engagement.
Blumen an Gisela Bruns
„Um solch ein sehr gutes Ergebnis zu erreichen, hat insbesondere das Pflegepersonal seit März 2009 – seit der Übernahme des „Atriums am Wall“ durch die Helvita Unternehmensgruppe – größte Anforderungen erfüllen müssen, erklärte Asche. „Woche für Woche wurden neue Strukturen und Abläufe eingeführt, um den gesetzlichen Anforderungen und den Bedürfnissen der Bewohner gerecht werden zu können.“ Auch das Personal sei um fünf Mitarbeiter in der Pflege und zwei Personen in der Sozialen Betreuung verstärkt worden. Die guten Noten beim „Pflege-TÜV“, der am 5. März im Haus war, wurden am Mittwoch kräftig gefeiert. Asche überreichte Bruns einen Blumenstrauß. Auch die Heimbeiratsvorsitzende Ilka-Maria Rensing bedankte sich bei dem Team. Die Musikgruppe „Harmonie“ sang sommerliche Lieder.
Mit der Reform der Pflegeversicherung wurde 2008 eine Reihe von Maßnahmen auf den Weg gebracht, um die Qualität und Transparenz in der Pflege zu steigern. Dazu gehören die Prüfungen von stationären Pflegeeinrichtungen und ambulanten Pflegeanbietern („Pflege-TÜV“). Die Bewertung ist an das Schulnotensystem angelehnt. Bei stationären Einrichtungen setzt sich die Gesamtnote aus insgesamt 64 Einzelbewertungen aus folgenden Bereichen zusammen. Dazu gehören Pflege und medizinische Betreuung (35 Qualitätskriterien), der Umgang mit demenzkranken Bewohnern (10 Qualitätskriterien), die soziale Betreuung und Alltagsgestaltung (10 Qualitätskriterien) sowie Wohnen, Verpflegung, Hauswirtschaft und Hygiene (9 Qualitätskriterien). Die Beurteilung von Pflege und medizinischer Betreuung macht demnach mehr als die Hälfte der Gesamtnote aus.
Projekt am Alexanderstift
Laut „Pflegelotse“, mit dem die Ersatzkassen die Qualitätsprüfungen öffentlich machen, haben in Wildeshausen auch das Pflegezentrum Johanneum sowie das Altenpflegeheim Landhaus-Nelkenstraße am „Pflege-TÜV“ teilgenommen – mit zum Teil beachtlichen Ergebnissen. Noch nicht geprüft wurden das Kreisaltenheim und das Alexanderstift. „Wir warten darauf“, sagte Birgit Plath, Pflegedienstleiterin im Alexanderstift. Nach alten Kriterien, die durchaus vergleichbar seien, habe das Haus mit „sehr gut“ abgeschnitten. Das Alexanderstift beteiligt sich an einem Forschungsprojekt, das für mehr Transparenz, verlässliche Qualität und Vergleichbarkeit in der stationären Pflege sorgen soll.
