WILDESHAUSEN - Das Frauen- und Kinderschutzhaus des Landkreises Oldenburg ist seit 17 Jahren Zufluchtstätte für von Gewalt betroffene und/oder bedrohte Frauen und ihre Kinder. 672 Frauen sind in dieser Zeit dort aufgenommen worden und 822 Kinder, für die das Erlebte zu Hause und die daraus resultierende fremde Situation besonders erschreckend sind. Sie benötigen daher eine besondere Zuwendung. Und dafür ist in der Einrichtung Katharina Wiszniewski zuständig, die dort seit gut zwei Jahren als Erzieherin tätig ist.
Die 28-Jährige freute sich am Donnerstag zusammen mit der Leiterin des Frauenhauses, Karin Kohorst-Thölke, und Dr. Ina-Maja Lemke-Hadick, der die Schutzeinrichtung als Gleichstellungsbeauftragte des Landkreises fachlich und organisatorisch unterstellt ist, über einen 1000-Euro-Scheck, den Hans-Jürgen Pooch und Jörg Niemann von der Regionalstiftung Wildeshauser Geest der Landessparkasse zu Oldenburg /LzO) im Kreishaus überreichten.
Lemke-Hadick war vor allem auch deshalb dankbar für die Unterstützung, weil das Frauenhaus zwar Landesmittel für Personalkosten erhält, für die inhaltliche Arbeit jedoch überwiegend auf Spenden angewiesen ist. Von dem Geld soll eine Blasensäule für das so genannte Snoezelenhaus im Garten des Schutzhauses angeschafft werden, wo die oftmals traumatisierten Kinder in tiefenentspannter Wohlfühlatmosphäre betreut werden können. Diese Art von Erlebnispädagogik verschafft der Erzieherin die Möglichkeit, Vertrauen aufzubauen und so bei den Kindern zur Verarbeitung des Erlebten beizutragen.
