WILDESHAUSEN - Gerhard Albers, Leiter der Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen, zeigte sich „schwer beeindruckt“. „Die Bündelungsschule hat sich bewährt“, betonte der Rektor, „hier haben viele Bereiche zusammengearbeitet.“ Albers konnte am Mittwoch ein behinderten- und altengerechtes Bad am BBS-Standort St.-Peter-Straße an die Schülerinnen und Schüler der Altenpflege und der Pflegeassistenz übergeben. Der Sanitärbereich wurde mit Hilfe von Sponsoren von der Bau- und Metallabteilung erstellt.
Künftig haben die Schüler der dreijährigen Berufsfachschule Altenpflege und der zweijährigen Berufsfachschule Pflegeassistenz die Möglichkeit, praxisnah auf dem Stand der neuen Technik ausgebildet zu werden, erläuterte Fachlehrer Karl-Heinz Kröger. Unterstützt von den Firmen Paul Schmidt, Wildeshausen, Tece Haustechnik und dem Fachgroßhandel Cordes & Graefe montierten die Lehrlinge im Beruf Anlagenmechaniker die Vorwandinstallation und verlegten Wasser- und Abwasserleitungen. Unter den Augen von Maurermeister Rainer von Deetzen verlegte das Berufsgrundbildungsjahr Bautechnik eine 25 Quadratmeter große Fläche an Fliesen. ein höhenverstellbares Waschbecken, verstellbarer Spiegel und klappbare WC-Haltegriffe gehören ebenso zu den Merkmalen des Bades, wie BBS-Fachlehrer Ulrich Droste erläuterte. Die Materialkosten bezifferte der Diplom-Ingenieur auf rund 7500 Euro. Über die Zahl der Arbeitsstunden wollte er nicht spekulieren. „Die ersten Vorarbeiten begannen bereits nach den Sommerferien,
nachdem Lehrerin Petra Speckmann die Idee für das Projekt hatte.“
Auch der Know-how-Transfer habe sich für die BBS gelohnt. So konnte die Technikerschule neueste Programme eines Sponsors nutzen. Ralf Thaelker von der Firma Tece stellte die Maschinen des Unternehmens zur Verfügung. Um möglichst realitätsnah Pflegesituationen einüben zu können, wurden auch Stellwände gebaut, um den Raum künstlich verkleinern zu können.
„Die Schüler sind froh, wenn sie eine Arbeit machen können, die anschließend nicht abgerissen wird“, lobte Droste das Engagement der Bautechniker. Und Schulleiter Albers ergänzte: „Sie müssen damit rechnen, dass sie einen Nachfolgeauftrag erhalten.“ Der scheint zumindest für die Technikerschule schon in Aussicht: Es gilt, einen Anbau am Komplex in der St.-Peter-Straße für den möglichen Bereich Gastronomie zu planen.
