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Bildung Richtkrone thront über dem Kühlkeller

mik

WILDESHAUSEN - „Nein, das ist immer noch schief, weiter nach rechts“, ruft ein Schüler den sechs Siebtklässlern der Privatschule Spascher Sand zu. Diese nehmen den Richtkranz mit den bunten Bändern und verschieben ihn ein Stück weiter in die gewünschte Richtung. Nun ist er gerade und kann mit einem Nagel befestigt werden. Danach folgt ein kurzer Richtspruch. „Von den Schülern der 7b, stammt der Grundriss, die Idee, an dieser Stelle hier genau, zu errichten diesen Bau (...). Wenn nun das Glas in Scherben springt, noch einmal laut mein Gruß erklingt. Hinaus mit Freude rufe ich aus, viel Glück mit diesem kühlen Haus!“. Daraufhin zerbarst die Flasche.

Das Richtfest des Kühlkellers wurde am Mittwoch bei der Privatschule Spascher Sand gefeiert. Seit ein paar Wochen hämmern und sägen Siebtklässler immer mittwochs an dem Bauwerk. Betreut werden sie vom pensionierten Architekten Jürgen Lönnecke. Maurermeister Alfred Kunte aus Wildeshausen hilft den Schülern. Der Bau findet im Rahmen des Projektes „Farm School“ statt.

Beim Richtfest waren auch Kinder der ersten und zweiten Klassen dabei, die Lönnecke viele Fragen stellten. Eine war, warum der Keller gewölbt sei. Die Antwort: Die Decke würde sonst unter der schweren Last des Sandes zusammenfallen. Denn immerhin kommen später etwa 50 bis 70 Zentimeter Sand auf den Kühlkeller. Der Keller trage auch zum Umweltschutz bei, da er keinen Strom aus Energiequellen benötige. „Wir werden später eine Temperatur von acht bis zehn Grad Celsius im Keller haben“, erklärte Lönnecke den Kindern. „Ihr könnt darin alles aus dem Gemüsegarten lagern. Ein Apfel ist selbst im März nächsten Jahres noch frisch und knackig.“

Zuerst müssen die Siebtklässler aber noch einiges schaffen. Unter anderem muss zu Ende gemauert und die Holzschablone danach wieder entfernt werden. „Bis zu den Sommerferien soll alles fertig sein“, sagte Lönnecke. „Wir müssen uns anstrengen, denn wir treffen uns nur noch sieben Mal. Aber ich denke, wir kriegen das hin“, blickte er zuversichtlich in die Zukunft.

Am Ende des Richtfestes gab es leckeren Kuchen für die Schüler. Ein „Zimmermannsklatsch“ zwischen den anwesenden Zimmermännern und den Schülern der ersten und zweiten Klassen rundete die Veranstaltung ab. Es wurde gesungen und geklatscht.


NWZ

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