Wildeshausen - Um Rowdys das Leben schwer zu machen, soll das Ehrenmal auf dem Burgberg in Wildeshausen von zwei Seiten aus mit Licht angestrahlt werden. Unbekannte hatten zuletzt immer wieder die Inschriften der Namen von gefallenen Wildeshausern beschmiert. Regelmäßig bleiben nach Feiern auf dem Burgberg Unmengen an Müll zurück; und es soll gelegentlich mit Drogen gedealt werden. Auf Antrag von Rainer Kolloge (UWG) empfahl der Ausschuss für Stadtplanung daher einstimmig, „vandalismussichere Strahler“ anzuschaffen.
Grünen-Ratsherr Klaus Schultze enthielt sich der Stimme. Ihm sei nicht klar, was „vandalismussichere Strahler“ seien. Er brachte stattdessen eine Videoüberwachung ins Spiel. Die Verwaltung hatte aus Gründen des Datenschutzes Bedenken.
Baudezernent Manfred Meyer hatte auch Vorbehalte gegen den Kolloge-Vorstoß, lediglich die vorhandenen Strahler zu erneuern. Diese seien schon mehrfach mit Farbe übersprüht, verdreht oder demoliert worden, berichtete Meyer. „Das wird wieder passieren.“ Die Verwaltung bevorzugt vier Meter hohe Beleuchtungsmasten auf dem Burgberg selbst. Da würde niemand hinauf klettern. Zudem gebe es keinen Schattenwurf und das Ehrenmal werde optimal ausgeleuchtet. Meyer zufolge gibt es keine „vandalismussicheren Strahler“.
Das sah der UWG-Ratsherr anders. „Die Menschheit fliegt zum Mond.“ Da werde man wohl eine Lampe anbringen können; andernfalls rufe er selbst einen Elektriker an. Die Stadt mache sich lächerlich, wenn sie so etwas nicht hinbekomme. Die Beleuchtung solle Störenfriede fernhalten und das Ehrenmal optisch besser in Szene setzen.
CDU-Fraktionschef Wolfgang Sasse begrüßte den Antrag, das Ehrenmal auch optisch aufzuwerten. Auch Arne Peters (FDP) zeigte sich verwundert, dass die Umsetzung so lange dauere. Jens-Peter Hennken (CDW) legte einen Antrag nach: Bis Sommer sollen die Strahler installiert werden. Den Vorschlag von Hedwig Jüchter (SPD), Bewegungsmelder mit einem Pfeifton, den vornehmlich jüngere Menschen hören könnten, verwarf der Ausschuss.
