WILDESHAUSEN/DELMEN - Nach 21 Jahren als Obermeister der Metall-Innung Delmenhorst/Oldenburg-Land ist Lothar Sauer bei der diesjährigen Hauptversammlung von seinen Berufskollegen verabschiedet worden. Der Maschinenbaumechanikermeister aus Wildeshausen wurde im April 1988 an die Spitze seiner Berufsorganisation gewählt.
Zuvor engagierte sich Sauer seit 1979 unter anderem im Ausschuss für Lehrlingsstreitigkeiten. Bereits seit 1982 vertrat er die Interessen seines Handwerks in den Gremien bei der Kreishandwerkerschaft, bevor er 1993 in den Vorstand der Kreishandwerkerschaft gewählt wurde.
Mit Sauer gab der dienstältestes Obermeister der hiesigen Handwerksorganisationen das Amt in jüngere Hände. Es wird das Handwerk aber auch weiterhin beim Arbeitsgericht, beim Sozialgericht und beim Finanzgericht vertreten.
Neuer Obermeister wurde der Delmenhorster Diplom-Ingenieur Jörg Kruse. Ihm steht als Stellvertreter Manfred Bode zur Seite. Der Innungsvorstand wird komplettiert durch Reinhard Logemann als Lehrlingswart sowie Wilhelm von Weyhe und Volker Maaß.
Kruse würdigte die Verdienste seines Vorgängers um den handwerklichen Mittelstand. Als Anerkennung wurde Lothar Sauer von den Kollegen zum Ehrenobermeister der Innung ernannt.
Sauer selbst blickte noch einmal kurz auf seine Amtszeit zurück. Als wichtigstes und schönstes Ereignis bezeichnete der scheidende Obermeister die Feierlichkeiten zum 500-jährigen Bestehen der Innung zum Jahreswechsel 1999/2000. In seiner Abschiedsrede ließ es sich Sauer dann nicht nehmen, noch eine steuerpolitische Forderung zu stellen. So mahnte er eine Verbesserung der Abschreibungsbedingungen für neu angeschaffte betriebliche Wirtschaftsgüter.
