WILDESHAUSEN - Ob Schachpartner, Hobby-Gärtner, Hausaufgaben-Betreuer oder Hospizhelfer: Mehr als 160 Angebote stehen bereits in der Engagementbörse der Wildeshauser Freiwilligenagentur „Misch mit“. Noch fehlen allerdings Bürger, die sich ehrenamtlich in ihrer Freizeit einbringen wollen, erklärt Hermann Lessel, der Vorsitzende des Trägervereins. Erstes Ziel sei daher, den Bekanntheitsgrad von „Misch mit“ zu erhöhen.
„Der Bedarf an Freiwilligen ist groß“, sagen Lessel und sein Vorstandskollege Dieter Brüggmann im Gespräch mit derNWZ
. Offiziell ist die Agentur noch in der „Probephase“ mit zwölf Institutionen. Die aktuell 160 Angebote spiegeln aber 65 verschiedene Einsatzprofile wider. Auch die Zahl der Einsätze ist variabel. „Ob man sich einmal oder mehrfach pro Woche oder vielleicht nur bei bestimmten Projekten einbringen will, bleibt jedem selbst überlassen“, so Lessel.Damit das „Mitmischen“ auch Spaß macht, unterstützt, begleitet und berät die Agentur die Freiwilligen bei der Suche nach einem passenden Engagement. Das Beraterteam werde gerade geschult. Lessel: „Wir erwarten von den Beratern, dass sie die Interessenten mitnehmen und offen für die Vielfalt machen.“ Ziel bleibe es, interessierte Ehrenamtliche mit den Institutionen zusammenzubringen.
Bei „Misch mit“ wird dazu eine Datenbank gepflegt, die eine passgenaue Vermittlung ermöglichen soll. Doch nicht alle können oder wollen sich per Internet informieren und für ein Engagement bewerben. Daher werde die Freiwilligenagentur nach dem Vorbild des Mehrgenerationenhauses eine Info-Broschüre entwickeln, die in vielen Einrichtungen ausliegen soll. Hier sollen verschiedene Engagements und die Ansprechpartner erläutert werden. In Vorbereitung sei auch eine so genannte Maxi-Postkarte, auf der die Wildeshauser und ihre Nachbarn auf „Misch mit“ hingewiesen werden. Finanziell unterstützt wird der rund 30 Mitglieder zählende Trägerverein Freiwilligenagentur Wildeshausen vom Land Niedersachsen sowie durch Spenden und Mitgliedsbeiträge. Um die Arbeit aber langfristig absichern zu können, sei der Verein aber auf Sponsoren und kommunale Mittel angewiesen, erklärt Lessel. Die Macher von „Misch mit“ sind fest davon überzeugt, dass sie eine wichtige Vorarbeit für die Gesellschaft leisten. Denn immer weniger Ehrenamtliche wollten sich in Institutionen engagieren, sondern projektbezogen und dabei eigene Ideen einbringen. Genau hier setze „Misch mit“ an.
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