WILDESHAUSEN - Drei Jahre mussten sie warten, nun ernteten sie den verdienten Erfolg: Nach Logiplan, dem Schulgründer Wolfgang Rixen und der Heinrich Schröder Landmaschinen KG erhielt die Wildeshauser Hermes Systeme GmbH den Wirtschaftspreis der Mittelstandsvereinigung (MIT) und der Stadt Wildeshausen für das Jahr 2007. Ex-Landwirtschaftsminister Karl-Heinz Funke überreichte am Freitagabend im Hotel Gut Altona die von Carsten Bruns geschaffene Skulptur mit dem Namen „Triumph” an Gerd und Ingo Hermes.

Funke lobte in seiner Laudatio die erfolgreichen unternehmerischen und technischen Entwicklungskonzepte des Unternehmens, das sich seit Jahren erfolgreich am Markt behauptet. Der Firmengründer und heutige Seniorchef Gerd Hermes hat sich 1985 mit drei Mitarbeitern selbstständig gemacht. Heute beschäftigt das Unternehmen, das im vergangenen Jahr vom Wildeshauser Westring an die Visbeker Straße umsiedelte, 155 Mitarbeiter.

Im Namen der MIT hatte Vorstandssprecher Manfred Wulf zuvor zahlreiche Ehrengäste und Unternehmer zur Jahreshauptversammlung begrüßt. Dank guter wirtschaftlicher Rahmendaten entwickle sich Wildeshausen positiv. Gleichwohl rügte Wulf manch „egoistisches Abstimmungsverhalten“ auf der politischen Bühne und mahnte mehr Professionalität im Umgang mit Projekten an. Umfragen von Schülern und Studenten dürften nicht „die“ für politische Entscheidungen sein.

Ehrengast Funke, für seine Bodenständigkeit bekannt, zeigte sich beeindruckt von Hermes’ Unternehmensgeschichte. Seniorchef Gerd Hermes war zuvor in der Landwirtschaft, im Obstbau, tätig. Erst im Alter von 30 Jahren schulte er zum Elektriker um; mit 45 Jahren machte er sich selbstständig. 1989 siedelte sich das Unternehmen am Westring in Wildeshausen an. Seitdem stehen die Zeichen auf Wachstum. Selbst das neue Areal an der Visbeker Straße mit 1600 Quadratmetern Bürofläche und einer Hallenfläche von 1250 Quadratmetern sei schon wieder zu klein, hieß es.

Hermes Systeme gilt als Spezialist für Automatisierungstechnik. Das Unternehmen ist Komplettanbieter unter anderem für Gebäudeautomation, Wasser- und Schwimmbadtechnik und Kältetechnik. Zu den Kunden gehören der Flughafen und die Universität Bremen, die Düsseldorfer Bädergesellschaft oder Unternehmen mit Marken wie „Jever“, „Nordmilch“ und „Agrarfrost“. Lobend erwähnte Funke, dass sich Gerd Hermes und Sohn Ingo seit Jahren für zusätzliche Ausbildungsplätze engagieren. Fast alle Lehrlinge wurden in den letzten Jahren übernommen.


Nach dem traditionellen Grünkohlessen sowie dem Auftritt des Humoristen Dirk Bielefeldt als „Herr Holm“schloss sich ein heiterer und geselliger Abend an.