WILDESHAUSEN - „Ab 1. September bezuschusst der Bund den Kauf von wärmegeführten Anlagen. Doch zum Jahresende läuft die Richtlinie zur Förderung von Mini-KWK-Anlagen bereits wieder aus“, erklärte Berufsschullehrer Holger Adomat die Gründung der Schülerfirma „BBS Metallic – Die neue Energie“.
Elf Schüler der BBS Wildeshausen, Bereich Anlagentechnik/Metallbau, haben sich jetzt zusammen getan, um Verbraucher über alternative Energien aufzuklären – und gehen gleich mit gutem Beispiel voran: In den Berufsbildenden Schulen Wildeshausen wurde zusätzlich zur Photovoltaikanlage jetzt auch ein Blockheizkraftwerk angeschafft.
„Dieses Gerät erzeugt jetzt den Strom, wir brauchen also keinen mehr vom Netz“, erklärte Kevin Seebode, Abteilungsleiter der Schülerfirma.
Nach Leistung der Anlage und Auslastung werden die Förderungsgelder berechnet Für die „Eco-power“-Anlage de Schule gab es 7500 Euro (Anschaffungspreis: ca. 20 000 Euro). Und neben dem Investitionszuschuss auch Geld für den produzierten Strom: Die Vergütung setze sich dabei aus drei Komponenten zusammen, dem Marktpreis, vermiedenen Netzkosten und einem Zuschlag. Im Gegensatz zum herkömmlichen Kraftwerk beträgt die reine Energiegewinnung beim Blockheizkraftwerk 90 bis 92 Prozent. Dazu komme noch die riesige CO2-Einsparung, so Seebode: „Unsere Anlage wird sich voraussichtlich nach etwa vier Jahren amortisiert haben, dann verdienen wir nur noch“, erklärt er.
Mit seinem Mitschülern bietet er auch Beratungsgespräche für Bürger und Kommunen an. Man wolle als Schule einen eigenen Beitrag dazu leisten, dass in punkto Umweltschutz „draußen etwas bewirkt wird“. Das erste Beratungsgespräch wurde bereits geführt.
Zu erreichen ist die Schülerfirma „BBS Metallic – Die neue Energie“ dienstags und donnerstags von 8.15 bis 15 Uhr unter 04431/9361140.
