WILDESHAUSEN - WILDESHAUSEN/STI - Eine Gleichbehandlung aller Betroffenen der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme „Vor Bargloy“ fordert der Wildeshauser Bürgermeisterkandidat Dr. Kian Shahidi (parteilos). Für Außenstehende sei der Eindruck entstanden, hier werde mit „unterschiedlichem Maß“ gemessen. „Ich finde es skandalös, dass einzelne Landwirte unter Druck gesetzt werden“, erklärte Shahidi gestern bei einer Ortsbesichtigung an der Visbeker Straße. Dort steht seit einigen Tagen ein Anhänger samt Transparent, mit dem betroffene Landwirte gegen die Enteignung ihrer Flächen im Zuge der städtebaulichen Entwicklungsmaßnahme protestieren. Die stadteigene Grundstücks- und Erschließungsgesellschaft (GEG) hatte damit gedroht, den Anhänger kostenpflichtig abschleppen zu lassen (die NWZ berichtete).

An dem Ortstermin nahmen auch die Landwirte Herbert Müller mit Ehefrau Erika, Eike Bruns und Heinrich Poppe teil. Sie rügen, dass die landwirtschaftlichen Flächen für einen Quadratmeterpreis von 2,50 Euro enteignet werden. Ein von einem Landwirt angestrengtes Normenkontrollverfahren ist nicht zugelassen wurden.

„Ich kann gut verstehen, dass sich die betroffenen Landwirte schlecht behandelt fühlen“, sagte Shahidi. Damit die Landwirte Ausgleichsflächen erwerben können, wäre ein Preis von 6,50 Euro angemessen. Er frage sich ohnehin, warum bestimmte Gebiete aus dem Bebauungsplan wieder herausgenommen wurden. Dr. Shahidi: „Wer hat einen Anspruch auf Herausnahme einzelner Grundstücke?“

Die Verwaltung müsse alle Wildeshauser gleich behandeln, so der Bürgermeisterkandidat. Dafür werde er sich mit aller Kraft einsetzen. Es handele sich nicht um ein Problem des Baurechts.