WILDESHAUSEN - „Die Resonanz ist gut“, sagte Brigitte O. Kaiser, Sprecherin der Aktion „Bürgerbus für Wildeshausen“. Nach der Ausgabe der Fragebögen zum Bedarf eines Bürgerbusses in der Kreisstadt füllten sich kontinuierlich die Sammelboxen. Vor allem ältere Menschen, die nicht mehr so mobil seien, zeigten großes Interesse an dem zusätzlichen Angebot, berichtete Kaiser.

Begleitet wird das Projekt von der Klasse 12b des Fachgymnasiums Wirtschaft in Wildeshausen unter der Leitung von Claudia Petermann (die NWZ berichtete). Dabei unterstützen die 22 Schülerinnen und Schüler sehr engagiert die Lenkungsgruppe Bürgerbus bis zum April dieses Jahres. Dieser Bus soll hauptsächlich in Gebieten in und um Wildeshausen eingesetzt werden, die nicht regelmäßig mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen seien, hieß es.

Um nähere Informationen zum Projekt zu erhalten, trafen sich einige Jugendliche des Fachgymnasiums mit Verantwortlichen des Bürgerbusses aus Bassum. Auch eine erste „Probefahrt“ durften sie machen, berichtete Petermann. Der Eindruck war positiv. Die angehenden Abiturienten beschäftigen sich im Rahmen dieses Marketing-Projekteszunächst mit einer Marktforschung. Das Projekt sei jedoch noch breiter gestreut. So spiele neben der Bedarfsanalyse auch die Kommunikationspolitik (Werbung, Öffentlichkeitsarbeit) sowie die Produktpolitik (Fahrplan) eine entscheidende Rolle. Dazu arbeite die Klasse in verschiedenen Gruppen an den unterschiedlichen Themen. Diese müssten bei einem solchen Wirtschaftsprojekt natürlich auch auf anfallende Kosten achten und diese vorher entsprechend kalkulieren.

Trotz Schulausfalls wurden die selbst entwickelten Fragebögen verteilt. Außerdem waren die Schülerinnen und Schüler unterwegs, um Bürger zu interviewen (die NWZ berichtete). Die Ergebnisse des praxisnahen Projekts sollen Mitte April unter anderem auch bei einem Wettbewerb der DECA, einer amerikanischen Marketingorganisation, auf Englisch vorgestellt werden. „Zum krönenden Abschluss werden die Schülerinnen und Schüler in ihren jeweiligen Arbeitsgruppen über das Projekt Bürgerbus noch eine wissenschaftliche Projektarbeit schreiben, die die praktisch gesammelten Ergebnisse mit theoretischem Wissen in Verbindung bringen soll“, so Petermann.