WILDESHAUSEN - Den Schülern gefällt die Arbeit in der Übungsfirma. Gestern feierten sie das 20-jährige Bestehen.
Von Daniela Dinstbier
WILDESHAUSEN - Pionierarbeit sei es gewesen, die Wittekind GmbH an der Berufsfachschule „Kaufmännischer Assistent für Wirtschaftsinformatik“ 1986 zu gründen. Eine Übungsfirma war in den Lernplänen nicht bekannt, betonte Christine Thomsen. Sie ist Koordinatorin für Wirtschaft und Verwaltung an den Berufsbildenden Schulen (BBS) in Wildeshausen und begrüßte die Gäste, die zum 20-jährigen Geburtstag der Übungsfirma gekommen waren. Die Wittekind GmbH, die sich auf den virtuellen Vertrieb von IT-Systemen speziealisiert hat und und IT-Dienstleistungen anbietet, sei mittlerweile ein wichtiger Bestandteil für praxisnahes Lernen, so Thomsen weiter.Die Schüler geben ihr bei dieser Einschätzung recht: „Mit der Unternehmenssimulation erhalten wir gute Einblicke in unser späteres Berufsfeld. So lernen wir heute schon Prozesse kennen, die uns in richtigen Unternehmen auch erwarten“, sagte David Müller, Schüler der Berufsfachschule, während der Feier. Und seine Mitschülerin Annette Reinke ergänzte, dass durch das eigenständige Arbeiten und die Fehler der Lerneffekt wesentlich höher sei, als wenn alles nur theoretisch im Unterrricht besprochen werde.
Zum Jubiläum hatten sie Gäste aus Politik und Wirtschaft in die Räume ihres Unternehmens geladen. So konnte sich jeder ein Bild von der Arbeitsweise in der Übungsfirma machen. Danny Fischer, Mitarbeiter im IT-Labor, hatte sogar eine Präsentation vorbereitet, in der er die Arbeit seines Teams vorstellte. Dazu gehört das Erstellen und die Pflege der firmeneigenen Internetpräsenz, der Aufbau von Netzwerken und die Fehlerbehebung in Computersystemen.
Aber nicht nur fachliche Fertigkeiten würden durch die Übungsfirma vermittelt, ergänzte Peter Kracke, Lehrer an der Berufsfachschule und Geschäftsführer von Wittekind GmbH: „Auch die soziale Kompetenz der Schüler wird durch dieses Projekt gefördert.“ Schließlich stehe und falle die Übungsfirma mit den Ideen und dem Engagement der Schüler. „Wir sind immer eine Baustelle“, stellte Kracke fest.
Und damit die Schüler, die für diesen Anlass ein Büffet mit Speisen und Getränken zusammengestellt hatten, nicht auf ihren Kosten sitzen bleiben, hatte Uwe Leinemann in seiner Funktion als stellvertretender Bürgermeister einen Umschlag dabei: „Das ist zur Deckung der heutigen Unkosten gedacht, da die Schüler ja kein bares Geld erwirtschaften.“
Wittekind GmbH feiert ihr 20-jähriges Bestehen
