WILDESHAUSEN - Auf dem jüdischen Friedhof in Wildeshausen kommt es regelmäßig zu Verunreinigungen und Sachschäden. Das berichtet die Stadtverwaltung unter Hinweis auf Berichte von Bodo Gideon Riethmüller, der vom Landesverband Jüdischer Gemeinden in Niedersachsen mit der Erhaltung der Friedhöfe beauftragt wurde. Riethmüller bittet um eine Kostenbeteiligung der Stadt angesichts des erheblichen Reinigungs- und Unterhaltungsaufwands. Die Verwaltung schlägt vor, Haushaltsmittel in Höhe von 10 000 Euro bereit zu stellen. Mit dem Thema befasst sich der Ausschuss für Fremdenverkehr, Sport und Kultur in seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag, 5. Juli, um 18.15 Uhr im Stadthaus.

Weiterhin steht die Realisierung eines Urgeschichtlichen Zentrums zur Debatte. Die Investitions- und Förderbank Niedersachsen (NBank) bietet derzeit Fördermittel zur Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit im Bereich des Tourismus an. Ein Antrag dazu müsse bis zum 30. August gestellt werden. Das Problem: Die Stadt oder der Landkreis müssten das Projekt des Fördervereins UZW mit rund einer Million Euro gegenfinanzieren. Das gilt angesichts der Haushaltslage der Stadt als überaus schwierig.

Auf der Tagesordnung steht zudem der Bebauungsplan Nr. 19 „Am Krandel“. Weiterhin geht es um das Anwerben von Spenden zur Finanzierung des Schwimmbadneubaus. Denkbar wäre auch der Verkauf von „Bausteinen“ oder der frühzeitige Verkauf von Dauerkarten. Die Verwaltung regt an, für den Neubau einen „Namensgebungs-Wettbewerb“ auszuloben. Denkbar wäre eine Mindestspende von einer Million Euro. Der Fachausschuss soll zunächst beraten, ob so ein Wettbewerb überhaupt durchgeführt werden soll.

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent