WILDESHAUSEN - Anstatt auf kapitale Karpfen oder dicke Hechte hatten es die Wildeshauser Angler diesmal auf die kleinen Fische im Teich abgesehen. Gezielt um Weißfische ging es beim alljährlichen Hegeangeln. An einem entspannten Ansitz war dabei allerdings nicht zu denken. Die zum Teil winzigen Rotaugen, Rotfedern und Brassen schnappten sich die Köder oft sofort beim Absinken. Kaum stand die Pose, war sie auch schon wieder weg. Am Ende notierte Vereinschef Alfred Finke 3010 Fische, die die 31 Teilnehmer zur Waage brachten.
„Das ist unser wichtigstes Vereinsangeln im Jahr, betonte Alfred Finke, Vorsitzender des Fischereivereins Wildeshausen. Denn die großen Weißfischschwärme bringen in einigen Vereinsteichen das ökologische Gleichgewicht arg durcheinander. „Die Nährstoffeinträge sind einfach viel zu hoch, erklärt Gewässerwart Ralf Siemer.
Die Folgen: Die Weißfischbrut vertilgt mit Vorliebe das Plankton. Die kleinen Krebstierchen verputzen aber die Algen im Gewässer. Irgendwann finden die vielen Fisch kaum noch Nahrung und bleiben unnatürlich klein, der Bestand „verbuttet. Im Sommer kommt es dann wegen des fehlenden Planktons häufig zu einer starken Algenbildung und die Wasserqualität sinkt rapide.
Wer die oft nur wenige Zentimeter langen Fische fangen wollte, hatte oftmals winzige Haken und Mini-Köder wie eine „Pinkie-Made dabei. Vor allem Jens Pfänder hatte mit dieser Methode Erfolg: Er fing in knapp vier Stunden Angelzeit 325 Fische. Im benachbarten Thees-Pott zogen Heiko Bitter 232 und Philipp Pfänder 203 Fische aus dem Wasser.
Erfolgreichste Angler am Rosengarten sowie am Moormarsch-Pott waren Stephan Piening (254), Tobias Siemer (176) und Peter Sperling (161). Viel zu zählen hatten auch die Angler am Buschteich: Kevin Utech (171), Marco Kuhn (148) und Frank Siemer (101) gehörten zu den Spitzenanglern. Insgesamt wurde doppelt so viel gefangen wie vor einem Jahr. Da brachten die Teilnehmer knapp 1600 Fische zur Waage.
