WILDESHAUSEN - Grund zur Freude bei den Dörfern, der Stadt Wildeshausen. Die Verbunddorferneuerung Auetal/Pestruper Heide ist vom Amt für Landentwicklung in Oldenburg genehmigt worden. Leiter Bernhard Ellberg teilte bei seinem Besuch im Rathaus am Dienstag mit, dass für die Dörfer Glane, Heinefelde, Aumühle, Bargloy, Lüerte, Holzhausen, Thölstedt, Hesterhöge, Pestrup, Bühren, Garmhausen, Denghausen, Aldrup, Hanstedt, Kleinenkneten und Lohmühle jetzt die Förderphase beginnt. Ausgenommen ist Düngstrup, das bereits in den Genuss der Maßnahme gekommen war.

Insgesamt eine Million Euro stellen das Land Niedersachsen und die Europäische Union für den Förderzeitraum von 2009 bis 2019 zur Verfügung. Öffentliche Maßnahmen, wie beispielsweise die Verbesserung der innerörtlichen Verkehrsverhältnisse oder die Umgestaltung öffentlicher Wege und Plätze, können mit bis zu 50 Prozent bezuschusst werden, Privatinvestoren können auf eine 30-prozentige Förderung hoffen.

„Es muss sich hier allerdings um ein ortsbildprägendes Gebäude handeln“, erklärte Dana Neumann, Sachbearbeiterin beim Amt für Landentwicklung. Erneuerungen von Dächern, Fenstern oder Mauerwerk gehören zu den möglichen Antragsinhalten. Doch auch Projekte zur Schaffung von zusätzlichem Einkommen neben der Landwirtschaft oder Umnutzungen landwirtschaftlicher Gebäude seien zuschussfähig.

Privatpersonen, die einen Förderantrag stellen wollen, können sich vorher bei dem zuständigen Planungsbüro Mumm und Partner kostenlos beraten lassen. „Da wir grundsätzlich eine Stellungnahme zu den beantragten Vorhaben abgeben, ist es einfacher, wenn sich Interessierte gleich bei uns melden“, erklärte Susanne Plaspohl-Rademaker von Mumm und Partner. Dazu wurde beim Planungsbüro eine Gebäudekartei der einzelnen Dörfer angelegt, in der alle orts- und dorftypischen Gebäude erfasst sind. „Diese dient unserem Büro sowie der Gemeinde als Grundlage für eine Genehmigung“, sagte die Ingenieurin.

Sechs private Anträge sind bereits anerkannt worden. Zudem wurden erste Mittel für ein öffentliches Projekt in den Haushalt der Stadt eingestellt. Dabei geht es um den neuen Buswendeplatz in Holzhausen (die NWZ berichtete).


Im Rahmen einer Bürgerversammlung am Dienstag, 2. März, können sich alle Antragsteller und Interessierten im Gasthaus Schönherr in Düngstrüp über den Ablauf der Genehmigung informierten. Beginn ist um 19 Uhr.