WILDESHAUSEN - „Das Thema wird für uns immer wichtiger“, sagt Evelyn Linnemann, die Leiterin des ev. Altenzentrums Alexanderstift in Wildeshausen. Hier wurde am Dienstag eine Mitarbeiterfortbildung zur Palliativpflege in der Altenpflege angeboten.
„Weil die Menschen in immer schlechterem Zustand zu uns kommen, müssen die Mitarbeiter gut vorbereitet sein, um sie auf ihrem letzten Weg in Würde begleiten zu können“, sagt Linnemann, die deshalb das Angebot der Wildeshauser Rotarier sehr gerne angenommen hat, ein entsprechendes Seminar finanziell unterstützen zu wollen. So konnte sie als Referentinnen Christine Eilers, Leiterin der Altenpflegeschule Vechta, und Christine Stockstrom, Diakonin und Dozentin vom Lutherstift in Falkenburg gewinnen. Beide sind ausgewiesene Expertinnen auf dem Gebiet der Palliativpflege in der Altenpflege.
Von 9 bis 16.30 Uhr fanden sich im Raum der Begegnung neun Mitarbeiterinnen des Alexanderstifts und sechs des Kreisaltenheims zusammen, um unter dem Motto „Zeit zu leben – Zeit zu sterben“ einiges an Rüstzeug zum Umgang mit Tod und Sterben in der Einrichtung zu erhalten. Die Bausteine des Seminars setzten sich zusammen aus
gesellschaftliche Prägung im Umgang mit Tod und Sterben
Bedürfnisse Sterbender und ihrer Angehöriger
Begleitung Sterbender
spirituelle und kulturelle Aspekte.
Eilers und Stockstrom waren sehr angetan vom Verlauf des Seminars. „Alle Teilnehmerinnen sind überaus motiviert und kompetent an das Thema herangegangen“, lobten sie das Engagement für das wichtige und sensible Thema. Evelyn Linnemann hätte sich noch eine etwas stärkere Resonanz bei den insgesamt rund 80 Mitarbeitern auf das (freiwillige) Fortbildungsangebot gewünscht, weiß aber auch, wie schwierig der Umgang mit dem Sterben ist. Sie kann sich gut vorstellen, das bei diesem Seminar Gelernte mit einer Nachfolgeveranstaltung zu vertiefen. „Das geht aber nur mit Hilfe großzügiger Geldgeber, aus den Heimentgelten ist das nicht zu realisieren“, weiß sie.
