WILDESHAUSEN - Ihr Organisationstalent ist gefragt: Als ehrenamtliche Kraft ist Angelika von Döllen derzeit damit beschäftigt, die Wildeshauser Freiwilligenagentur „Misch mit“ mit aufzubauen. Ende Februar wurden die neuen Räumlichkeiten an der Delmenhorster Straße 13 in der Kreisstadt bezogen. Seitdem wird geordnet, abgeheftet und vor allem werden viele Formulare per PC bearbeitet.
Für die Freiwilligenagentur wurde eine eigene Software, „Freinet“ genannt, beschafft. Seitdem ist die gelernte Bürokauffrau damit beschäftigt, die Anforderungsprofile von mehreren Vereinen und Institutionen an die Freiwilligen einzugeben. „Mittlerweile gibt es diverse Angebote“, sagt von Döllen, „aber wir sind ja noch in der Testphase.“ Damit Organisationen und interessierte Ehrenamtliche zueinander finden, müsse noch stärker an den Fragebögen gefeilt werden. Abgefragt würden beispielsweise „Erwartungshaltung“, „Ansprechpartner“, „Wo finden die Einsätze statt?“, „Wie sieht der zeitliche Rahmen aus?“ oder „Wie sieht es mit Versicherungsfragen aus?“. „Fünf Seiten Fragebogen sind deutlich zu lang“, weiß die Mitarbeiterin der Freiwilligenagentur. Manchmal ist weniger eben mehr.
Nach den Planungen des Vorstands soll die Vermittlung von ehrenamtlich tätigen Bürgern an Vereine und Institutionen im Mai 2013 starten (dieNWZ
berichtete). Dabei ist aber nicht allein die Datenbank behilflich. Beiratsmitglied Sandra Scholz ist derzeit dabei, ein ehrenamtliches Team an Beratern zusammenzustellen. „Netzwerke sind dabei ganz wichtig“, sagt die Leiterin des DRK-Mehrgenerationenhauses. Ihr schwebt vor, dass die Berater bestimmten Themenfeldern – etwa „Vereine“ oder „Menschen mit Migrationshintergrund“ – zugeordnet werden und die Vereine in diesem Bereich selbstständig betreuen. Erste Schulungen der Berater sollen in Kooperation mit der Freiwilligenagentur Bremen stattfinden. Interessenten gebe es bereits, erklärt Scholz.Auch das Interesse an dem Büro von „Misch mit“ sei spürbar gestiegen. „Seit die Außenwerbung angebracht ist, fragen Außenstehende regelmäßig nach, was hier passiert“, erklärt Angelika von Döllen. Die 52-Jährige ist montags bis mittwochs am Vormittag und Donnerstagnachmittags vor Ort. Auch die Telefonnummer (04431/ 748 34 75) habe sich mittlerweile herumgesprochen, erzählt sie. Und wie bestellt, klingelt der Apparat. Ein Lesepate wird gesucht.
Für Freitag, 27. April, plant die neue Freiwilligenagentur einen „Tag der offenen Tür“ in ihren Räumlichkeiten an der Delmenhorster Straße. Ehrensache, dass Angelika von Döllen bei den Vorbereitungen kräftig mit anpackt. Sie ist eben eine „helfende Hand“.
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