Wildeshausen/Ganderkesee - Plastik vermeiden: Das ist ein großes Thema geworden, spätestens seit die Risiken für Gesundheit und Umwelt immer mehr Menschen bewusst werden. So alltäglich der Griff zum Kunststoff ist, so sehr ist die ganze Welt inzwischen voll von diesem Plastikmüll. Ob an Land oder im Wasser, bis in die entlegensten Wüsten und Meere ist er schon vorgedrungen, stellen Forscher fest. Der Landkreis Oldenburg widmet sich jetzt in einem neuen Format dem Kampf gegen zu viel Plastik und ruft erstmals zu einem Wettbewerb auf: die „Gelbe-Sack Challenge“. Dabei lobt er Preise im Gesamtwert von 1000 Euro aus.

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Wolfgang Alexander Meyer Oldenburg

Das Amt für Bodenschutz und Abfallwirtschaft und das Klimaschutzteam des Landkreises Oldenburg machen gemeinsame Sache bei dem Wettbewerb. Ihr Ausgangspunkt: Das Bewusstsein für einen abfallfreieren Lebensstil wachse sowohl bei Herstellern, in Kommunen als auch bei Verbrauchern. Vor diesem Hintergrund sucht die Kreisverwaltung Einzelpersonen, Hausgemeinschaften, Familien oder andere Gruppierungen mit Wohnsitz im Landkreis Oldenburg, die vom 30. Oktober bis 30. November 2019 verstärkt versuchen möchten, ihr normales Abfallaufkommen – mit dem Schwerpunkt Plastik – umzustellen und so den Gelben Sack zu entlasten beziehungsweise bestenfalls überflüssig zu machen. Ziel ist es, den Plastikverbrauch drastisch zu reduzieren oder gänzlich zu vermeiden. In der Mitteilung des Landkreises heißt es: „Neue Ideen in dem Bereich sollen eine Bühne bekommen, um öffentlichkeitswirksam zu zeigen, wie Abfallvermeidung und damit Klimaschutz in der Praxis aussehen kann.“

Müllvermeidung im Alltag

Zum Auftakt der Gelbe-Sack Challenge gibt es am Dienstag, 29. Oktober, 18 Uhr, in Kooperation mit der regio-vhs Ganderkesee eine öffentliche Vortragsveranstaltung zur „Müllvermeidung im Alltag“ im Haus Müller in Ganderkesee. Barbara Flügge nennt praktische Tipps, wie sich Plastik reduzieren lässt. Angekündigt wird eine Reise durch den Alltag, um Wege zu finden, Plastik und somit auch den Müll zu reduzieren.

Welche Maßnahmen zur Abfallvermeidung ergriffen und wie diese dokumentiert werden, bleibt den Teilnehmern freigestellt. Vom Film über Fotos, Kunstwerke, Projekte, Blogs oder andere Wege – alles ist möglich. Eine Fachjury, bestehend aus fünf Personen der Kreisverwaltung und des Regionalen Umweltbildungszentrums, wird drei Preisträger auswählen. Insgesamt stehen Preisgelder von 1000 Euro zur Verfügung. Die Bewertung umfasst die Kriterien Abfallvermeidung/Klimaschutz, Kommunikation/Kooperation, Innovation/Kreativität und Übertragbarkeit. Die Abschlussveranstaltung und Preisverleihung soll voraussichtlich am 9. Dezember im Kreishaus in Wildeshausen sein.

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Um an der Challenge (englisch für „Herausforderung“) teilzunehmen, ist zunächst eine Anmeldung bis 20. Oktober per E-Mail erforderlich: an die Projektleiterinnen Rebecca Remke, Rebecca.Remke@oldenburg-kreis.de, t  04431/85-591 oder Sabrina Grensemann, Sabrina.Grensemann@oldenburg-kreis.de, t  04431/85-671. Neben Kontaktinformationen, Wohnsitz und Personenanzahl sollte die Mail auch kurz Angaben zur Motivation zur Teilnahme enthalten.