WILDESHAUSEN - Die Getränke-Gruppe Nordmann bleibt dem Nordwesten, wo sie ihre Wurzeln hat, treu. Das betonte Mitgesellschafter Fritz-Dieter Nordmann am Freitag bei einer groß angelegten Feier zum 100-jährigen Bestehen der Gruppe. Alle Firmen der Gruppe hätten ihren Ursprung in Wildeshausen bzw. der Region. Und die Nachfahren sollten eines Tages „hier auch das 200-jährige Bestehen feiern“, meinte Nordmann vor rund 600 Geschäftspartnern und Repräsentanten der Region.
Die Nordmann-Gruppe hatte sich – wie berichtet – in den vergangenen Jahren stark in Mecklenburg-Vorpommern engagiert. In Stralsund sei heute die Zentrale für das Geschäft im Norden und Osten, sagte Fritz-Dieter Nordmann. Wildeshausen bleibe Schwerpunkt für Groß- und Einzelhandel.
Das Unternehmen erzielt rund 650 Millionen Euro Umsatz, wie Firmensprecher Oliver Nordmann auf Anfrage mitteilte. Man hat 1400 Mitarbeiter, davon 350 in Wildeshausen. Zum Vergleich: 2008 waren es erst 20 Mitarbeiter. Zum Unternehmen gehören Getränkefachgroßhandlungen in sieben Bundesländern, die tausende Wirte, Hoteliers, Händler und Tankstellen beliefern, aber seit vielen Jahren auch Einzelhandelsschienen („Zisch“), eine Brauerei in Stralsund („Störtebeker“) und diverse weitere Aktivitäten rund um Getränke und Gastronomie.
Landrat Frank Eger nannte Nordmann ein „Aushängeschild für den Landkreis Oldenburg“. Dies sei vor allem durch Kundenorientierung und Bodenständigkeit möglich geworden. Die Mutter der drei heutigen Geschäftsführer Fritz-Dieter, Oliver und Jürgen Nordmann, Anneliese Nordmann, betonte den Zusammenhalt in der Familie als Erfolgsrezept: „Gemeinsam sind wir stark.“ An diesem Sonnabend wird mit den Mitarbeitern gefeiert.
