WILDESHAUSEN - Der achtjährige Torben strahlte: „Ich habe zwar schon einmal eine Krippe aus Holz gebaut, aber noch nie eine Haus aus echten Steinen.“ Am Stand der Firma „Bau King“ in Wildeshausen hatte er dazu am Sonntag Gelegenheit. Aus kleinen Porenbetonsteinen konnten Kinder Miniaturhäuser bauen. Der Stand war eine von vielen Attraktionen des 2. Frühlingsfestes, das am Wochenende Tausende auf die Flächen am Kreisel Visbeker Straße lockte.
Mehr als 30 Aussteller aus Handel, Gewerbe und Industrie zeigten neueste Trends für die Saison 2011. „Der Aufwand hat sich gelohnt“, sagte Tino Reiners („Bau King“), der zum Organisationsteam gehörte. Die Kunden zeigten sich an Gartenpflasterungen und hochwertigen Zäunen interessiert. Individuelle Blumen- und Pflanzenkreationen waren an weiteren Ständen ebenso Thema wie schlüsselfertiges Bauen oder Schwimmbadtechnik.
Paradiesische Aussichten gab es am Stand der Gärtner von Eden (GVE) aus Cloppenburg. Geschäftsführer Bernhard Aumann informierte über Gartenkonzepte; Marcell Görke von Aqua-Technik Schmidt gab Tipps zu Wellness und Spa. Angesichts der angenehmen Wassertemperatur von 38 Grad ließen sich Katja und Jasmin (beide 21) nicht lange bitten, in den Whirlpool zu gehen.
Höhepunkt war auch die große Autoschau. Auf 8000 Quadratmetern zeigten Händler die neuesten Modelle. Da schlug so manches Herz höher: „Die Technik ist fantastisch“, sagte Herbert Maack (61) aus Thedinghausen, der an beiden Tagen gekommen war. Die Freiwillige Feuerwehr Düngstrup zeigte ihre Ausrüstung wie Atemschutzgerät und „Totmannschalter“. Dem neuen Löschgruppenfahrzeug stand der alte Borgward, Baujahr 1961, gegenüber. Auch ADAC und TÜV-Nord waren vor Ort.
Aktuelle Hits von Justin Bieber bis Rihanna legte DJ Georg bei der großen Kinderdisco in der Fun Factory auf. „Das ist einfach super hier“, meinte etwa Nico (9). Marie (8) und ihre Freundinnen hatten sich extra schminken lassen. Umlagert war stets Bernd Havekost, der aus Luftballons Fabelwesen formte. Viel Applaus erhielten die Tanzgruppen des SC Wildeshausen für ihre Auftritte.
Einen großen Ausblick über das Gelände bot die Firma Hüffermann. Ihr Kran zog eine Gondel in 54 Meter Höhe. „Fantastisch“, meinten Janine und Sebastian Noack aus Wildeshausen, die mit Sohn Ben (2) unterwegs waren. Geschicklichkeit war beim „Rodeo-Bull-Riding“ gefragt. Mangelware waren am Sonntagnachmittag allein Parkplätze, denn viele Gäste aus der Region zog es an den Kreisel.
Hoch zufrieden zeigten sich Stefan Gerdes und Thorsten Bruns im Namen der Organisatoren. Zwar sei der Sonnabend eher ruhig gewesen; dies habe das Publikumsinteresse am Sonntag aber wett gemacht. Ziel sei es, im kommenden Jahr das Frühlingsfest auf ganz Wildeshausen auszuweiten. „Wir machen den Brückenschlag über die Bahn hinweg“, kündigte Gerdes an. „Notfalls machen wir eine Flohmarktlinie vom Westring bis zur Innenstadt.“
