WILDESHAUSEN - Der frühere Bürgermeister dankte für den großen Vertrauensbeweis. Pfingstdienstag 2006 beteiligten sich so viele Gildemitglieder wie noch nie am Ausmarsch.
von Stefan Idel
WILDESHAUSEN - Mit donnerndem Applaus empfingen die 331 anwesenden Mitglieder der Generalversammlung der Wildeshauser Schützengilde am Sonnabend um 18.10 Uhr ihren früheren General Franz Duin. Er war nicht etwa zu spät zur Versammlung in der Widukind-Halle erschienen, sondern bei Tagesordnungspunkt 8 kurz vor die Tür gegangen. Einstimmig beschloss die Versammlung, Duin wegen seiner Verdienste um Stadt und Gilde nach Paragraph 15 der Statuten als Oberstleutnant ehrenhalber in das Offizierskorps aufzunehmen. Am Gildefest darf er weiterhin in grüner Uniform teilnehmen. Auch der Beschluss zum Gildefest fiel einstimmig und ohne Aussprache: „Pingsten ward fiert”.Duin bedankte sich für den großen Vertrauensbeweis. Er habe 2006 „zwei schwere Gänge“ hinter sich gebracht und Stadthaus wie Offizierskorps verlassen müssen. Allerdings hätten ihn die „Schwarzröcke“ der Gilde weich aufgefangen. Umso schwerer wiege jetzt dieser Vertrauensbeweis.
Erstmals saßen Bürgermeister Dr. Kian Shahidi als General und Oberst Ernst Frost der Generalversammlung vor. Der Oberst sprach in seinem Jahresrückblick von dem guten Verlauf des Festes 2006. Besonders hob er die Leistungen seines Amtsvorgängers, des heutigen Generalmajors Heinrich Nuxoll, hervor. Mit 2504 Gildemitgliedern sei eines der größten Regimente seit langem am Pfingstdienstag ausmarschiert. Jedoch mahnte der Oberst mehr Disziplin beim Rückmarsch vom Krandel an.
Schatzmeister Udo Apeler teilte mit, dass die Gilde inzwischen rund 110 000 Euro „auf der hohen Kante“ hat. Das Geld sei zum Teil fest angelegt. Erneut konnten die Ausgaben für das 14 485 Euro teure Feuerwerk auf der Burgwiese nicht durch die Einnahmen gedeckt werden. Sprecher der Kompanien regten an, auf die Musik beim Feuerwerk zu verzichten. Auffallend auch bei den Ausgaben: 6700 Euro für die Anschaffung von 4000 Tonpfeifen. Rechnungsprüfer Ralf Siemer attestierte eine ordnungsgemäße Kassenführung: „Wir haben keine Hinweise auf schwarze Kassen oder Lustreisen des Vorstands gefunden.“ Dem Vorstand wurde einstimmig Entlastung erteilt. Die Beiträge bleiben stabil.
Beiträge der Schützengilde bleiben 2007 stabil
