WILDESHAUSEN - Das 609. Gildefest naht: Höchste Zeit für die Offiziere der Wildeshauser Schützengilde, das Fest „zuzuschneiden“: Im „großen Festanzug“ – schwarzer Anzug, Zylinder, weiße Handschuhe, Handstock und Vogel – trafen sich 48 Mitglieder des Offizierskorps am Dienstag im Rathaussaal zu ihrer wohl wichtigsten Versammlung im Gildejahr.
Arne Tschöpe als Fähnrich der Wache hatte die Versammlung vorbereitet und das nötige „Werkzeug“ besorgt. So lagen Tonpfeifen, Tabak und Fidibusse für die Offiziere bereit. Auch bei dieser Traditionsveranstaltung galt allerdings Rauchverbot. Silberne Krüge standen für den Braunbiertest parat. Das Schafferpaar Kirsten und Thomas Seyffart war nach eigenen Angaben über die Landesgrenzen gereist, um drei Sorten Braunbier zu besorgen: Heineken „Oud Bruin“ aus den Niederlanden, „König Ludwig Dunkel“ aus Bayern und „Bosch-Braunbier“ mit dem Slogan „Die Guten verdienen das Bessere“.
Ein Platz an der Tafel blieb allerdings leer: Der General der Gilde, Bürgermeister Dr. Kian Shahidi, referierte bei einem Verwaltungs-Kongresse in Leipzig (dieNWZ
berichtete). Auch im Vorjahr hatte er sich entschuldigt. Ein neues Gesicht war hinter der Theke zu sehen: Neben Gerd Tschöpe zapfte der neue Schützenbote Walter Rykena.König Björn Köhler zeigte das neue Schild für die Königskette. Der Schaffer übernahm offiziell das Inventar der Gilde – darunter Pokale und die 4942 Gramm schwere Königskette. Hauptmann Rolf Klostermann übergab als Leiter des Inventarausschusses Oberst Ernst Frost die neue Standarte. Sie wird Pfingstdienstag vom Herold getragen. Für Schaffer Seyffart und Fähnrich Stefan („Malle“) Mahlstede gab es einen weiteren Grund zur Freude: Sie feierten am Dienstag Geburtstag: Seyffart wurde 39 und Mahlstede 44 Jahre alt.
@ Ein Spezial zur Gilde unter
