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Gildefest Akribischer Arbeiter ohne Allüren

WILDESHAUSEN - Er steht ungern im Mittelpunkt: „Kann nicht jemand anderes aufs Foto?“, fragt Heiner Beckmann. Dabei hat der Schriftführer der Wachkompanie der Wildeshauser Schützengilde eine der verantwortungsvollsten Posten übernommen, die die Truppe zu vergeben hat. Ohne seine akribische Arbeit hinter den Kulissen würde während des Gildefestes mancher Zeitplan wohl leicht aus den Fugen geraten.

Beckmann hat seinen „großen Auftritt“ beim traditionellen Frühschoppen der Wache am Himmelfahrtstag. Dann verteilt der 49-Jährige, hauptberuflich Monteur im Außendienst, den 20-seitigen Dienstplan seiner Kompanie. In dem kleinen, Din A6-großen Heftchen sind detailliert alle Termine von Pfingstheiligabend bis zum Kinderschützenfest ausgeführt, dazu wichtige Telefonnummern.

„Alle Touren sind in den Statuten der Gilde festgelegt“, sagt Beckmann. Gut zwei Wochen vor Himmelfahrt setzt sich Feldwebel Günther Weißmann mit seinen Zugführern Werner Böhler (I. Zug) und Detlev Horst (II. Zug) zusammen und teilt die Dienst ein. „Vieles ergibt sich von selbst“, weiß Beckmann, der als „Protokollchef“ natürlich ebenso dabei ist. Bereits Amtsvorgänger Dieter Lübbe hatte den Dienstplan zusammengestellt – damals noch auf Din A 4. „Der passte nicht in die Uniformjacke“, so Beckmann. Also habe er zunächst Listen in Din A 5 erstellt. Weil die Größe aber immer noch recht unhandlich war, verfiel Beckmann auf das heutige Format. Er lässt die Vorlagen kopieren und schneiden. In Heimarbeit werden die Exemplare geheftet. Auch gibt es jedes Jahr eine neue Farbe. Diesmal ist der Dienstplan gelb. Beckmann, seit 16 Jahren Schriftführer, schreibt Protokolle oder Einladungen. „Es macht noch Spaß“, sagt er mit Blick auf eine mögliche weitere Amtsperiode. Und was muss ein junger Mann mitbringen, der gern der Wache beitreten möchte: „Es muss vor allem Idealist sein“, sagt Beckmann.

 @ Mehr Berichte zur Gilde unter

http://www.NWZ.online.de/gildefest

Stefan Idel
Stefan Idel Landespolitischer Korrespondent
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