Wildeshausen - Bereits 2016 waren die Planungen öffentlich geworden, jetzt nähert sich das Projekt der Ziellinie: Wenn der Baufortschritt wie geplant läuft, wird im Oktober oder November ein neuer Biosupermarkt der Aleco-Gruppe am Westring in Wildeshausen eröffnen. „Ein genaues Datum können wir zur Zeit jedoch nicht nennen“, sagt Georg Appel, Geschäftsführer der Firma Aleco.
Bis zur Eröffnung des 22. Marktes der Bio-Kette war es ein weiter Weg. „Angefangen haben wir als Auslieferer für Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft für Privatkunden“. Nach vier Jahren mit dem Lieferservice hätte man gemerkt, dass in Ottersberg bei Bremen der Fokus liege, und sich 1993 getraut, dort den ersten Markt zu eröffnen. Seit 1999 ist man dort auf 450 Quadratmetern Verkaufsfläche beheimatet. „Wir waren damals die ersten im norddeutschen Raum, die ein solches Konzept probiert haben“, berichtet Appel.
Ab dem Ende der 1990er habe sich nach und nach ein neuer Geschäftstyp in der Bio-Branche etabliert. Wie Appel formuliert, habe es eine „sukzessive Zweiteilung der Branche“ gegeben. Neben den traditionellen, kleineren Bioläden eröffneten vermehrt Bio-Supermärkte. Ein Modell, dem auch die Aleco-Gruppe nachgegangen ist. „Man hat so den Vorteil der größeren Fläche, auf der ein größeres Sortiment angeboten werden kann“, erzählt der Gründer des Familienunternehmens. „Natürlich ist das Persönliche der kleinen Bioläden dabei ein wenig verloren gegangen“, gibt Appel zu. „Wir sortieren uns aber so ein, dass wir beides hinkriegen.“ Das gehe allerdings nicht zu hundert Prozent.
Die meisten Aleco-Märkte bewegen sich in einer Größenordnung von 500 bis 600 Quadratmetern. In Wildeshausen sei man mit etwa 800 Quadratmetern an der selbst gesetzten Obergrenze.
Auf der Verkaufsfläche wird in Zukunft ein im Hause Aleco bewährtes Rezept umgesetzt. Neben einer Bäckerei-Theke wird es auch eine Käsetheke geben. Frischfleisch wird jedoch nur abgepackt verkauft.
Nach einer weiteren Expansion seiner Firma gefragt, reagiert Appel verhalten. „Wir setzen auf langsames Wachstum und haben keine konkreten Pläne.“ Eine weitere Expansion mache man, wie in der Vergangenheit auch, von den Erfahrungen abhängig, die an den neuen Standorten gewonnen würden.
Aleco wird das neue Gebäude am Westring mieten, die Nordmann-Gruppe tritt als Investor auf.
