WILDESHAUSEN - Voller Ideen- und Tatendrang geht der Wildeshauser Handels- und Gewerbeverein (HGV) in die zweite Jahreshälfte: Neben dem Schnäppchenmarkt am Sonntag, 1. August, dem Herbstmarkt am 26. September und dem Gänsemarkt am 7. November ist erstmals eine „Kunstmeile“ in der Wildeshauser Innenstadt geplant. Das teilte HGV-Vorsitzender Bernhard Block am Donnerstagabend bei der Jahreshauptversammlung des Vereins im Landhaus Thurm Meyer mit.

Unter dem Arbeitstitel „Die längste Galerie Norddeutschlands“ soll Künstlern ab Sonnabend, 18. September, zwei Wochen lang Gelegenheit gegeben werden, ihre Bilder in Geschäften der Innenstadt auszustellen. „Wir sind mit unserer Idee offene Türen bei den Geschäftsleuten eingelaufen“, sagte Andreas Hauth, Vorstand Dienstleister, bei dem neben Block die Fäden zusammenlaufen.

Die Mitgliederzahl des HGV liegt derzeit bei 175, berichtete Block in seiner Jahresbilanz. Bis 2011 soll die Zahl weiter steigen. Der HGV-Chef appellierte an die Verantwortlichen in Rat und Verwaltung, weiterhin die Innenstadtbeleuchtung zur Adventszeit zu unterstützen. „Wir sind kein Weihnachtsbeleuchtungsverein“, betonte Block. „Ohne den Zuschuss der Stadt können wir die Beleuchtung in dieser Form nicht aufrecht erhalten.“ Außerdem wies er auf die Wittekindschau im Jahr 2011 hin (siehe Kasten).

Zügig abgearbeitet wurden die weiteren Tagesordnungspunkte. Kassenwart Jürgen Poppe berichtete von einem Überschuss von knapp 3400 Euro im Jahr 2009. Insgesamt lag das Beitragsaufkommen des HGV bei 15 900 Euro.

Die Kassenprüfer Bernhard Neteler und Johannes Lenzschau sen. bescheinigten dem Kassenwart eine „saubere und korrekte“ Arbeit. Einstimmig wurde der Vorstand entlastet.


Im Namen vieler Anlieger regte Clemens Thale an, das Thema „Brötchentaste“ in Gesprächen mit der Stadt aufzugreifen. Damit könnten Kunden kostenlos für kurze Zeit einen Parkplatz nutzen. Auch Block sprach von einer „sinnvollen Ergänzung“. Der HGV werde einen entsprechenden Antrag bei der Stadt stellen.

Johannes Lenzschau jun. wies auf die seiner Ansicht nach sinkende Qualität des Wochenmarktes am Donnerstag hin. Es seien immer mehr „fliegende Händler“ zu beobachten. Der HGV-Vorstand solle in Gesprächen mit der Deutschen Marktgilde versuchen, das Qualitätsniveau deutlich zu heben. Wie schon im Vorjahr schloss sich an die Versammlung ein gemeinsamer Grillabend an.