Wildeshausen - Mit Schaufeln, Handschuhen und Gummistiefeln ging es für mehr als 20 Helferinnen und Helfer am Sonntagvormittag an die Arbeit: Nahe der Lehmkuhle in Wildeshausen hat die Jägerschaft Oldenburg-Delmenhorst für mehr Vielfalt in der Natur gesorgt. Die Jäger pflanzten Obstbäume.
Welche Idee steckt dahinter? Früher waren Streuobstwiesen ein gewohnter Anblick am Rand vieler Städte und Gemeinden, heute zählen sie zu den bedrohten Lebensräumen: Vor diesem Hintergrund entstand der Gedanke der Jägerschaft, auf zwei Flächen im Hegering Wildeshausen Obstbäume und Sträucher zu pflanzen.
Um diese Idee realisieren zu können, bekamen die Waidmänner und -frauen Unterstützung vom Optiker Fielmann: Das Unternehmen sei sofort begeistert gewesen von der Idee, berichtet Hegering-Vorsitzender Willi Möser. 50 Obstbäume und 1000 Sträucher verschenkte das Unternehmen.
Am Sonntag haben die Mitglieder und Helfer der Jägerschaft die Pflanzen entgegengenommen: Thomas Wirsing, Leiter der Fielmann-Niederlassung in Wildeshausen, überreichte sie an der Lehmkuhle. Er zeigte sich von der Aktion angetan: „Wir pflanzen Bäume nicht für uns, wir pflanzen Bäume für nachkommende Generationen. Der Baum ist Symbol des Lebens, Naturschutz eine Investition in die Zukunft.“
Wie in Wildeshausen engagiert sich Fielmann seit Jahrzehnten im Umwelt- und Naturschutz. Das Unternehmen pflanzt für jeden Mitarbeiter jedes Jahr einen Baum, bis heute mehr als 1,5 Millionen Bäume und Sträucher.
Bei den am Sonntag neu gepflanzten Bäumen handelt es sich um regionale Sorten wie Celler Dickstiel, Wildeshauser Goldrenette und Osterkampsrenette.
Das Besondere an Streuobstwiesen: Sie liefern einen wichtigen Beitrag zur Artenvielfalt. Mit der Pflanzung werden die Flächen im Hegering ergänzt und optimiert, um im Bestand gefährdeten Tieren wie Wildbienen, Bluthänflinge, Goldammer und Blindschleichen einen neuen Lebensraum zu bieten. Darüber hinaus wird die Kulturlandschaft für den Menschen sowohl aufgewertet als auch angenehm erlebbar gestaltet.
