WILDESHAUSEN - Der Wildeshauser Förderverein „Kinderhilfe Bam“ braucht dringend weitere Geldspenden, um den in Angriff genommenen Bau eines Waisenhauses für 42 Mädchen in der im Süden des Iran gelegenen Stadt Bam zu vollenden.
Auf der Mitgliederversammlung des 75 Mitglieder zählenden Vereins am Freitagabend im Kayserhaus berichteten Vereinsvorsitzender Rajabali Samadi und Kassenführer Artur Ottawa vom Stand der Dinge in Bam und vor allem von dem Problem, dass noch insgesamt rund 50 000 Euro für die Vollendung des Hilfsprojekts aufgebracht werden müssten. Davon benötige man die Hälfte, also 25 000 Euro, so schnell wie möglich, damit möglichst noch vor dem Winter ein Dach auf den Rohbau komme. Im Moment herrsche Stillstand auf dem Bau, weil das Dach als nächster Bauschritt erst in Angriff genommen werden könne, wenn die Firmen 60 Prozent der Bausumme als Vorauszahlung erhalten hätten.
„Ich habe Angst, das nicht hinzubekommen“, sagte Samadi und fügte hinzu, dass dann alle getätigten Anstrengungen für das Projekt vergebens wären. Bislang wurden bereits 74 600 Euro in das Projekt gesteckt.
Auslöser für die Hilfsmaßnahme war ein Erdbeben im Dezember 2003, bei dem mehr als 40 000 Menschen ihr Leben und viele Kinder in Bam ihre Eltern verloren haben.
Ans Aufgeben wollte auf der Versammlung noch keiner denken. Im Gegenteil. Es wurden eine Menge Vorschläge zur Erschließung neuer Geldquellen gemacht. Unter anderem wurde angeregt, beim Entwicklungshilfeministerium in Berlin anzufragen. Weiter bittet der Verein, die hiesigen Bürger um weitere Spenden. Im Oktober will der Verein in Wildeshausen ein Benefizessen auf die Beine stellen.
Spenden für das Waisenhaus können unter dem Stichwort „Kinderhilfe Bam“ auf das Konto mit der Nummer 1500 800 bei der Volksbank Wildeshauser Geest (Bankleitzahl 280 662 14) eingezahlt werden.
