Wildeshausen - Fleißig wurden Birnen geschnitten, Kräuter gehackt und Zitronen ausgepresst. Sogar ein Bügeleisen war im Einsatz. Sechs Achtklässler der Hunteschule in Wildeshausen bereiteten am Montag während ihres Hauswirtschaftsunterrichts die Produkte für ihren Verkaufsstand auf dem Wildeshauser Wochenmarkt am kommenden Donnerstag zu. Von 8.30 bis 11.30 Uhr werden die Schüler diese dann anbieten. Die Klasse ist darin schon geübt. Auch im vergangenen Jahr hatte Lehrerin Martina Renneke-Seemann das Projekt auf die Beine gestellt. „Die Leute waren total nett und interessiert. Hoffentlich wird das dieses Mal wieder so“, sagte der vierzehnjährige Rumen Zahariev.
Im gerade begonnenen Herbst sei es laut Renneke-Seemann wichtig, das Immunsystem zu unterstützen, also haben die Schüler selbst gebrauten Hustensaft aus Thymian und Salbei dabei und ebenso vitaminhaltigen Holunderblütensaft. „Wir verkaufen aber auch Marmelade aus den Birnen und Holunderbeeren“, fügt Valentina Jakobi hinzu.
Die Zutaten haben die Schüler – soweit möglich – selbst gesammelt: Holunderblüten und Heidelbeeren kamen bei einem Ausflug zusammen. „So ein Projekt ist für vieles gut: Teamarbeit, Kochen sowie das Verkaufen-Lernen und und und. Das ist lebenspraktischer Unterricht“, zeigt die Lehrerin die positiven Effekte auf. Doch nicht nur Gutes aus der Küche bringen die Schüler mit. „Wir bieten auch die Produkte unserer Näh-AG an. Frau Andrea Büttelmann von der VHS näht mit den Schülern jede Woche“, berichtete Renneke-Seemann. Darunter seien zum Beispiel kleine, bunte Duftkissen, gefüllt mit Lavendel, sowie zusammenfaltbare Einkaufstaschen.
Wenn genügend Einnahmen zusammenkommen, wünscht sich die Lehrerin ein Projekt im Wald, um den Schülern die Natur wieder näher zu bringen.
