Wildeshausen - Die Debatte um ein Industrie- und Gewerbegebiet Wildeshausen-West geht weiter. Die UWG-Ratsfraktion, die bekanntlich den Wald für den Luftkurort Wildeshausen erhalten will, widerspricht nun Investor Karsten Scheele, der in der Nähe der Autobahn 1 Sand abbauen möchte.
Bereits am 29. September 2015 habe auf Betreiben Scheeles vor Ort ein Termin stattgefunden, berichtet die UWG. Das Thema: „Neuaufnahme eines Sandabbaus nördlich der BAB 1 an der Anschlussstelle Wildeshausen West mit der Folgenutzung Gewerbe- und Industriegebiet“, zitiert Ratsherr Hermann Hitz aus seinen Unterlagen. Dabei sei angemerkt worden, dass die Planungen der Stadt aus formalen Gründen zurück gezogen worden seien, weil es Überlegungen für das interkommunale Gewerbe- und Industriegebiet in Hockensberg gebe. „Die Neuaufnahme der Planung für das ,Industriegebiet West’ ist nahezu flächengleich der ersten, zurückgezogenen Planung, für die unter anderem Herr Scheele bereits im Jahr 2005 Grundstücke erworben hat“, behauptet die UWG. „Also zu einer Zeit, als Planungen für Wildeshausen-West erstmalig in Auftrag gegeben wurden.“
Die 2015 vorgestellte Planung zum Sandabbau sei nahezu identisch mit den aktuell vorgelegten Planungen zum Industriegebiet. Damals sei geplant gewesen, auf einer Gesamtfläche von 54 Hektar und einer Laufzeit von insgesamt 25 Jahren Sandabbau zu betreiben.
