WILDESHAUSEN - 174 Gruppen mit insgesamt 3343 Personen nahmen im vergangenen Jahr an den Gästeführungen vom Verkehrsverein Wildeshausen teil. Das waren im Vergleich zu 2006 zwar acht Gruppen weniger, aber ein Zuwachs von 85 Leuten. Diese Zahlen legte auf der Jahreshauptversammlung des Verkehrsvereins am Mittwoch im „Alten Amtshaus“ Büroleiterin Claudia Olberding vor.

Der Vereinsvorsitzende Franz Kramer sah darin ein Zeichen, dass die Gästeführer sehr gute Arbeit leisten und weiterhin vom Verein unterstützt werden müssen.

„Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Situation nicht verbessert, vor allem aber nicht verschlechtert“, urteilte Kassenführer Rolf Meier. Er teilte der Versammlung mit, dass der Verein 2007 von der Stadt Wildeshausen wie im Jahr zuvor einen Zuschuss in Höhe von 38 000 Euro bekommen habe. Damit sei man zurande gekommen. Das Geschäftsjahr konnte mit einem Gewinn von 220 Euro abgeschlossen werden. „Aber wenn der Zuschuss nicht in dieser Höhe kommen würde, müssten wir unsere Leistungen einschränken“, so Meier.

Weiter berichtete er, dass das Finanzamt dem Verein die Gemeinnützigkeit gestrichen habe. Grund sei die Vermittlertätigkeit mit Hotels bei Pauschalangeboten.

Im Büro des Verkehrsvereins, das im historischen Rathaus untergebracht ist, schauten nach Auskunft von Olberding im vergangenen Jahr 6510 Personen vorbei. Der größte Teil der Interessenten, etwa ein Drittel, kam aus dem Postleitzahlbereich 2, also aus Niedersachsen und Hamburg. Gäste aus Nordrhein-Westfalen machten etwa ein Viertel aller Besucher aus. Auf der Internetseite des Vereins wurden 7815 Besucher registriert.


Nach der einstimmigen Entlastung des Vorstandes meldeten sich unter dem Tagesordnungspunkt „Verschiedenes" mehrere Versammlungsteilnehmer mit der Forderung zu Wort, dass das Umfeld des historischen Rathauses sauberer werden müsste. Zu viele Dinge, die dort nicht hingehörten, stünden da herum. Auch könnten Behinderte den für sie eingerichteten Eingang an der Westerstraße oft nicht nutzten, weil irgendwelche Gegenstände ihnen den Weg versperren würden. Moniert wurde zudem, dass die Gastronomiebetriebe in der Wester- und Huntestraße bei der Außenbewirtung Teile des Bürgersteiges mit in Beschlag nehmen. Auf den Bürgersteigen sei es so eng, dass mit Kinderwagen oder Rollstuhl kaum ein Durchkommen sei. Seitens der Stadt werde zu wenig auf die Einhaltung der Regeln geachtet, meinten die Kritiker.