WILDESHAUSEN - Nur zehn Mitglieder des Fördervereins „Urgeschichtliches Zentrum Wildeshausen“ (UZW) waren am Montagabend zur Jahreshauptversammlung ins Hotel Huntetal gekommen. Dabei wies der Jahresbericht der Vorsitzenden Svea Mahlstedt einige durchaus wichtige Punkte auf.

Im Mittelpunkt ihrer Ausführungen stand die Machbarkeitsstudie für das geplante Informationszentrum, die Anfang des Jahres durch die Museumsberatung Dr. Bollmann in Oldenburg erstellt worden war. „Ergebnis ist, dass ein Informationszentrum kostendeckend arbeiten kann“, erklärte die Vorsitzende. Voraussetzung sei eine Zusammenarbeit mit Landkreisen und Verbänden wie dem Zweckverband Wildeshauser Geest, die sich mit der Straße der Megalith-Kultur befassen. Denn auch dafür sei ein Informationszentrum geplant. Diese Bestrebungen sollten zusammengeführt werden.

Die tragende Rolle in der Machbarkeitsstudie spielen die Großsteingräber und das Pestruper Gräberfeld. Dabei gehe es um die Frage: Was lernen wir aus den Gräbern der Menschen von damals? „Das Gebäude und die Außenfläche des Informationszentrums würde eine Fläche von rund 4000 Quadratmetern benötigen. Exponate sollen hier gezeigt werden und im Außenbereich beispielsweise ein angeschnittener Grabhügel zu sehen sein“, so Svea Mahlstedt. Zielgruppen seien Ausflügler und Naherholungssuchende sowie Schulklassen. In der Machbarkeitsstudie wird von einer Besucherzahl in der Größenordnung von rund 15 000 Gästen im Jahr ausgegangen, in Abhängigkeit von den Öffnungszeiten. „Dazu werden viele ehrenamtliche Kräfte benötigt. Im Frühjahr werden wir eine Vortragsveranstaltung zu dem Thema anbieten.“ Nächster Schritt sei die Fördermittelrecherche.

Die Vorsitzende sprach auch die Beschilderung der Kleinenkneter Steine an. Zwei neue Schilder seien entworfen und mit einem Logo versehen worden, das neu erarbeitet wurde. Die Schilder sollen noch in diesem Jahr aufgestellt werden. Auch ein neues Design für den Internetauftritt wurde entwickelt.

Als Ausblick kündigte die Vorsitzende eine Werbeaktion im Rahmen des Gänsemarktes an. Dort soll ein neuer Flyer vorgestellt werden. Zudem wird ein „Steinzeit-Animateur“ zeigen, wie Feuer entfacht wurde oder wie in der Bronzezeit Schmuck hergestellt worden ist. Im Frühjahr (10. März) unternimmt der Förderverein eine Exkursion nach Hösseringen und Oldendorf. Dort laufen ähnliche Projekte. Ferner wird es im Frühjahr eine Reinigungsaktion an den Kleinenkneter Steinen geben. Diese Aktion ist auch an anderen Gräbern wie zum Beispiel den Reckumer Steinen geplant.


Nach den Regularien hielt Falk Näth von „denkmal3D“ einen Vortrag über umfangreiche Grabfunde in Visbek- Uhlenkamp.