Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

soziales Kinderkleiderkammer schließt

karsten bandlow

WILDESHAUSEN - Nach 20 Jahren ist Schluss. Die Baby- und Kinderkleiderkammer des Sozialdienstes katholischer Frauen (SkF) in Wildeshausen hatte am Mittwoch ihren letzten Ausgabetag im „Haus Felicitas“ an der Wittekindstraße 10.

Mechthild Bramlage, die Ortsvereinsvorsitzende des SkF, ist traurig über das aus ihrer Sicht „abrupte Ende“ des sozialen Dienstes, von dem mehr als 350 Mütter jährlich profitiert haben. Zwar sei die künftige Nutzung der Räume im „Haus Felicitas“ immer mal wieder diskutiert worden, die Entscheidung für eine Sanierung und anderweitige Verwendung sei jetzt aber doch „Knall auf Fall“ gekommen und habe sie doch ein wenig enttäuscht, so Bramlage. Das Angebot der Kirche, andere Räume, etwa im Waltberthaus, für die Kleiderkammer zu nutzen, wollen die SkF-Frauen nicht nutzen. „Dort ist die Umgebung nicht diskret genug für unsere Tätigkeit“, so das Argument.

Pfarrer Holger Kintzinger bedauerte den Beschluss der Frauen. Zu der Entscheidung, das „Haus Felicitas“ zu sanieren und später zu vermieten, habe es aber keine Alternative gegeben. „Wir standen vor der Wahl, es abzureißen, zu verkaufen oder zu renovieren“ sagte der Pfarrer am Donnerstag auf

NWZ

 -Anfrage. Man habe sich zur Sanierung entschlossen. Die Finanzierung, für die die Gemeinde alleine aufkommen müsse, könne aber nur über eine künftige Vermietung realisiert werden. Kintzinger betonte darüber hinaus, dass von einem „Rausschmiss“ der Kleiderkammer aus dem „Haus Felicitas“ keine Rede sein könne. „Es hätte durchaus andere Möglichkeiten gegeben“, sagte er.

Dafür scheint es aber zu spät zu sein. Zwar wollte der Verein am Donnerstag die Situation noch einmal mit Waltraud von Laer, der SkF-Vorsitzenden im Offizialatsbezirk Vechta, besprechen, aber für Mechthild Bramlage ist endgültig Schluss. Sie will sich jetzt ihrer Familie und ihrer Gesundheit widmen. Eine Nachfolgerin ist nicht in Sicht. Die Kleiderkammer, die vor 20 Jahren in Wildeshausen zusammen mit einer Beratungsstelle für schwangere Frauen gegründet worden war, wird inzwischen abgewickelt. Die restlichen Sachen gehen zum Teil an die Kleiderkammer des DRK, die am Grünen Weg jetzt allein bedürftige Menschen in Wildeshausen mit Kleidung versorgt, und an die Rumänienhilfe Ahlhorn.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Völlig zerstört: Die Aufnahme aus dem Jahr 1986 zeigt die   St. Georgen Kirche, dahinter die Wallgärten (Kuhweide)- und die Wohnblöcke vom Friedenshof .

KIRCHE ST. GEORGEN VOR ABRISS GERETTET Oldenburg und das Wunder von Wismar

Thomas Husmann
Oldenburg
Stehen bereits in den Startlöchern, von links: Ronald Siebel (Horizontalbohrung), Felix Baierlein (Genehmigung), Tobias Biener (Projektkommunikation), Frank Schwering (Genehmigung) und Jan-Henrik Kupfernagel (Horizontalbohrung).

HORIZONTALBOHRUNGEN IN DORNUMERSIEL BEGINNEN Dieses Großprojekt spielt entscheidende Rolle für die Energiewende im Nordwesten

Larissa Siebolds
Dornumersiel
Ins DLV–EM-Team berufen: Talea Prepens

LEICHTATHLETIK DLV nominiert Talea Prepens doch noch für EM

Steffen Szepanski
Cloppenburg
Ziel des Neugeborenenhörscreenings mit angeschlossenem Tracking ist es, schwerhörige Kinder möglichst innerhalb der ersten sechs Lebensmonate zu behandeln – beispielsweise mit einem Cochlea-Implantat.

OLDENBURGER HÖRZENTRUM FORDERT LANDESWEITE UNTERSUCHUNGEN Trotz Anspruchs – 86 Prozent der Babys werden nicht auf Schwerhörigkeit getestet

Anja Biewald
Oldenburg
Michaela Dirks ist Vorsitzende des Vereins Transplant-Kids in Wiesmoor.

TRANSPLANT-KIDS AUS WIESMOOR ÜBER ORGANSPENDEN In Deutschland gibt es im europäischen Vergleich nur wenige Organspender

Katrin Von Harten-Wübbena
Wiesmoor