WILDESHAUSEN - Wildeshausen wächst weiter. Das lässt sich schon allein aus der Zahl der Wahlberechtigten ablesen. Genau 15 184 Bürger ab 16 Jahren dürfen am Sonntag einen neuen Stadtrat wählen. Im Jahr 2006 waren es noch 14 190. 1104 Wildeshauser können zum ersten Mal von ihrem Wahlrecht Gebrauch machen. 889 so genannte EU-Bürger dürfen von 8 bis 18 Uhr in der Kreisstadt einen neuen Stadtrat und einen neuen Kreistag wählen.
Insgesamt bewerben sich 67 Kandidatinnen und Kandidaten um 32 Plätze. Mindestens zwölf Plätze werden neu besetzt, denn Karl-Wilhelm Jacobi, Hergen Stolle (beide FDP), Karin von Elbwart, Julia Eylers, Nina Giese, Ulrich Kramer, Rudi Pelz, Udo Leibscher, Uwe Leinemann, Dr. Volker Pickart, Karsten Scheele (alle CDU) und Hans-Georg Kolloge (SPD) verabschieden sich aus der Ratsarbeit. Da Uwe Leinemann (CDU) nicht mehr kandidiert, wird es auf alle Fälle bei der konstituierenden Sitzung am 3. November an der Spitze des Rates einen Wechsel geben. Dem neuen Rat gehört als 33. Mitglied weiterhin Bürgermeister Dr. Kian Shahidi an; er ist bis zum Herbst 2014 gewählt.
Heike Eylers und Ralf Wübbeler, im Stadthaus zuständig für Wahlen, zeigen sich überzeugt, dass am Sonntag alles glatt läuft. Insgesamt 140 Helfer stehen in den 18 Wahllokalen bereit. Hinzu kommen gut zehn Helfer im Stadthaus. Dort sind auch die zwei Briefwahllokale angesiedelt. In den 18 Wahllokalen stehen jeweils zwei Urnen – eine für die Kreistagswahl und eine für die Ratswahl. Die Stimmzettel sind unterschiedlich groß und in verschiedenen Farben.
Erstmals gibt es in der gesamten Stadt einen einheitlichen Stimmzettel für die Ratswahl; denn Wildeshausen ist nur noch ein Wahlbereich. Kein Wahllokal gibt es mehr in der Wallschule, dafür zwei im Kindergarten „Pusteblume“. Im Wahlbezirk „Pusteblume I“ dürfen die meisten Bürger wählen – insgesamt 1168. Den kleinsten Bezirk hat mit 350 Wahlberechtigten das Schützenheim Bühren. Den Eingang der Ergebnisse können die Wildeshauser am Sonntag „live“ im Stadthaus verfolgen. Dort ist eine Präsentation geplant. Wübbeler hofft, dass ab 19.30 Uhr erste Ergebnisse vorliegen. Übrigens: Genau 1208 Wildeshauser haben bis Freitagfrüh bereits per Briefwahl ihre Stimme abgegeben.
