WILDESHAUSEN - „Es ist eine gute Gelegenheit, sich umfassend zu informieren. Die nutze ich gern.“ Irmtraut Urbansky war eigens aus Cloppenburg zum Aktionstag im Wildeshauser Kreisaltenheim angereist. Sie gehörte zu den zahlreichen Besuchern, die sich am Sonntag in der Einrichtung an der Goldenstedter Straße umfassend über Themen wie Pflegedokumentation oder Qualitätsmanagement beraten ließen. Erstmals hatte das Kreisaltenheim unter dem Motto „Wat moakt wi bloß mit Oma un Opa?“ zu einem Aktionstag eingeladen.
„Wir werden mit sehr anspruchsvollen Fragen konfrontiert“, wies Heimleiterin Birgit Plange auf die gute Vorbereitung der Besucher und vieler Angehöriger hin. Plange erläuterte nicht nur Leitbild, Werte und Arbeitsstil des Hauses, sondern klärte auch über die Unterbringungskosten auf. Gerade die Leistungsbeiträge seien für die Besucher ungemein wichtig. Das Kreisaltenheim hatte eigens für diesen Tag eine Mappe mit einem Blatt über die exakten Kosten – je nach Pflegestufe – erstellt.
Hannelore Gerke führte Besuchergruppen durchs Haus. Sie wies auf den ländlichen Charakter der Einrichtung hin. Gern zeigten die Bewohner, darunter Helmut Bewersdorf, Ställe für Schweine und Federvieh. Pflegedienstleiterin Susanne Beckmann erläuterte am einem Stand gemeinsam mit Anne Holthaus das Qualitätsmanagement und die Pflegedokumentation. Über Speisepläne und Kost informierte Hauswirtschaftsleiterin Imke Heyne. Auf Interesse stießen ebenso Dementenbetreuung und die Hausgemeinschaften der Heidloge.
Jens Bohmhoff vom Sanitätshaus Meiser & Bohmhoff zeigte moderne Hilfsmittel, darunter ein Elektromobil oder einen Aufrichtsessel. Ein besonderes Angebot offerierte die Ahlhorner Heilpraktikerin Monika Entmayr: Sie beriet über so genannte „Median-Energie-Techniken“. Diese „besondere Version der Akupunktur“ soll seelische Störungen, Blockaden oder körperliche Probleme lösen.
