Wildeshausen/Landkreis - Illegale Müllablagerungen in freier Natur sind nach Angaben des Landkreises Oldenburg längst keine Seltenheit mehr. Die Fallzahlen der sogenannten wilden Müllablagerungen stiegen stetig an.
Zwischen 2005 und 2018 hat sich die Anzahl der Fälle von 310 auf 860 fast verdreifacht. Immer wieder gehen Meldungen bei der Unteren Abfallbehörde des Landkreises ein, die viel Unverständnis auslösen. Binnen einer Woche wurden allein zwei wilde Müllablagerungen aus dem Raum Wildeshausen gemeldet: Im Wendehammer des Wertstoffhofes in Bargloy wurden rund 100 Altreifen abgelagert. Diverser Müll wurde auch in der Nähe des „Aue-Camps“ in Aumühle gefunden. Externe Entsorgungsfirmen sammeln den Müll ein und beseitigen ihn.
„Wenn Verursacher ermittelt werden können, müssen diese selbstverständlich alle anfallenden Kosten übernehmen und ein empfindliches Bußgeld bezahlen“, erklärt Stefanie Siefken-Hahn, Leiterin des Amtes für Bodenschutz und Abfallwirtschaft beim Landkreis. Das Bußgeld könne sich schnell im vierstelligen Bereich bewege.
Rund 50 000 Euro – Tendenz steigend – zahle der Landkreis Oldenburg jährlich für die Beseitigung von wilden Müllablagerungen – Geld, das im Endeffekt auf die Gebührenzahler umgelegt werden müsse. Steigende Fallzahlen bedeuteten wiederum steigende Beseitigungskosten, die auch aus den Abfallgebühren generiert würden, so die Kreisverwaltung weiter.
Ob zu diesen oder zu anderen illegalen Abfallablagerungen: Hinweise aus der Bevölkerung nimmt das Team im Kreishaus in Wildeshausen immer dankbar entgegen.
Diese können gemeldet werden an: Hergen Stolle oder Sabrina Grensemann,
